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Alltagsdinge ohne Plastik

 

Plastik ist überall. Das Material ist günstig, leicht und unkaputtbar. Darum gibt es kaum noch einen Alltagsgegenstand, der nicht daraus besteht. Die Probleme liegen allerdings auf der Hand: Der Plastikmüll zerstört die Natur und wandert als Mikroplastik sogar in unseren Körper. Zum Glück gibt es langsam gute Alternativen.

Tüten sind nicht nur out, sondern in der kostenlosen Variante sogar verboten. Vorreiter war übrigens Bangladesch. Dort sind Plastiktüten schon im Jahr 2002 verbannt worden. In Deutschland muss man dafür seit einigen Jahren zumindest zahlen. Seitdem erlebt nicht nur der Jutebeutel neue Glanzzeiten. Ein Umdenken setzt ein und viele Menschen bemühen sich, Praktisches aus Plastik gegen umweltfreundlichere Alternativen zu ersetzen.

Statt Plastik: mehr Körbe vergeben

Wer auf Alltagsplastik verzichten möchte, muss oft gar nicht allzu kreativ sein. Oft reicht es, sich an die gute, alte Zeit zu erinnern. Denn vor einigen Jahrzehnten gab es noch lange nicht so viel Plastik und deutlich weniger Einwegartikel in unseren Haushalten. Statt Plastiktüten war lange Zeit ein Einkaufskorb en vogue. So ein Korb fasst erstaunlich viel, ist bequem zu tragen, enorm stabil und très chic. Ein schönes Geschenk übrigens, für erklärte Gegner des Jutebeutels, die ansonsten alles haben.

Früher war mehr Lametta – aber weniger Plastik

„Damals“ trugen Damen und Herren Stofftaschentücher bei sich. Besonders schöne Exemplare bestickte man mit den eigenen Initialen. Nach Gebrauch kamen die Stofftaschentücher einfach in die Waschmaschine und waren frisch aufgebügelt wieder einsatzbereit – für viele Jahre. Getrunken wurde aus Mehrwegflaschen aus Glas und für unterwegs gab es eine Thermoskanne. Alles Dinge, die auch heute ganz leicht wieder in den Alltag zu integrieren sind.

Plastikfreie Alternativen für die heimische Küche

In der Küche gibt es einige Helferlein, die keineswegs aus Plastik sein müssen: Bienenwachstücher statt Frischhaltefolie sind auf Designermärkten gerade sehr angesagt. Man kann Bienenwachstücher aber auch ganz leicht selber machen. Brotdosen gibt es aus Edelstahl, und Kochutensilien wie Löffel oder Pfannenheber zu weiten Teilen aus verschiedensten Holzarten. Eine Spülbürste aus Holz in Kombination mit einer Keramik-Pumpflasche für das Spülmittel sieht auch gleich ganz anders aus.

Alternativen fürs plastikfreie Bad

Weiter geht’s im Bad: Viele Drogerieartikel gibt es in plastikfreien Verpackungen, Shampoo und Seife am Stück zum Beispiel. Zahnbürsten und Wattestäbchen sind aus Bambus erhältlich und Zahnseide kann man wieder aus echter Seide kaufen statt des Plastikimitats. Und auch Haarbürsten mit Holzgriff machen optisch deutlich mehr her als ihre künstlichen Pendants.

Selbst im Büro lässt sich viel unnötiges Plastik vermeiden: Schreibtischzubehör wie Ablagen oder Magazinständer sehen aus Holz viel wertiger aus. Außerdem können sie mit einem einfachen Anstrich jederzeit aufgefrischt werden. Nach Mappen aus Recyclingkarton muss man nicht lange suchen. Es gibt sie in allen Größen und Farben. Papierklebeband tut genauso gute Dienste wie das aus Plastik. Und wussten Sie, dass man Handyhülle aus Kork bekommen kann? Sogar Computer-Mäuse werden mittlerweile aus Holz hergestellt. Damit hat man einen echten Hingucker auf dem Schreibtisch.

Fazit:

Unser Alltag steckt voller Plastik. Dabei war das bis vor wenigen Jahren längst nicht so. An vielen Stellen – vom Bad, über die Küche bis ins Home Office – kann man Gegenstände aus Plastik vermeiden. Ein Plus: Die plastikfreien Alternativen sehen oftmals deutlich schöner aus.

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