Mann in Arbeitslatzhose mit weißem Bauhelm und Laptop in der Hand schaut auf eine gelbe Maschine
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KI im Handwerk: Effiziente Hilfe für den Arbeitsalltag

 

Künstliche Intelligenz ist “the next big thing” und kann seit Ende 2022 viele Arbeitsprozesse erleichtern.

Frau in orangefarbener Arbeitsjacke mit einem Tablet in der Hand vor einem weißen Lieferwagen.Die kostenlose KI ChatGPT beispielsweise kann Excel-Tabellen ausfüllen, Standardtexte schreiben und Informationen zusammenstellen. Aber wie steht es dabei um das Handwerk? Wird bald ein Roboter die Wärmepumpe warten, das Bad fliesen und die neue Küche aufbauen? Und sind die Aufträge dadurch schneller erledigt als vom Profi des Vertrauens? Die (vorläufige) Antwort darauf lautet: jein. Denn handwerkliches Geschick, traditionelle Fertigungsmethoden und kreatives Schaffen kann eine Künstliche Intelligenz derzeit nicht bieten. Aber sie kann die Betriebe abseits von Werkstatt oder Baustelle in vielen Bereichen unterstützen.

KI entlastet am Schreibtisch

Die Arbeitszeit erfassen, den Auftrag kalkulieren und schließlich die Rechnung stellen – für diese notwendigen, aber zeitraubenden Tätigkeiten wird Künstliche Intelligenz in Office-Anwendungen bald ein effizienter Helfer sein. Damit kann die Technologie die Mitarbeitenden von Routinetätigkeiten entlasten, die Abläufe im Büro schlanker machen und potenzielle Fehlerquellen reduzieren. Außerdem kann eine KI dabei unterstützen, E-Mails zu formulieren, in dem sie auf vorangegangene Konversationen zugreift und Vorschläge für Formulierungen macht. So haben die Profis mehr Zeit für ihre eigentlicheArbeit: das Handwerk.

Handwerker in einer holzverarbeitenden Werkstatt telefoniert per Smartphone mit Blick auf das Laptop.Chatbots beantworten Kundenanfragen

Chatbots auf Websites oder am Telefon sind bereits im Einsatz. Aber sobald diese intelligenter sind, können sie Kundinnen und Kunden besser helfen und direkt die richtigen Auskünfte geben, egal in welcher Sprache. Sie können grundlegende Fragen beantworten und Interessenten schnell an die richtige Ansprechperson weiterleiten. So ist der Handwerksbetrieb entlastet und besser erreichbar, Kundinnen und Kunden erhalten zudem schneller die benötigten Informationen.

Hilfe bei der Angebotserstellung

Liefert ein KI-gestütztes Kalkulationstool dem Profi die aktuellen Preise und Verfügbarkeiten, kann der Betrieb schnell und präzise Kosten kalkulieren. Das Angebot wird dadurch genauer und liegt schneller vor.

Mit KI Lager effizient verwalten

Eine Künstliche Intelligenz kann dem Handwerksbetrieb dabei helfen, sein Lager effizient zu verwalten. Sie prüft laufend automatisch die Bestände und gleicht sie mit den erstellten Angeboten ab. Rechtzeitig bevor ein Ersatzteil oder Material ausgeht, bestellt sie neue Ware beim Anbieter.

Infografik Anwendung KI

Quelle: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/digitales/kuenstliche-intelligenz-arbeitsalltag-unternehmen-100.html

KI übernimmt Routinetätigkeiten

Werden KI-Anwendungen im Handwerk also dafür sorgen, dass Aufträge schneller erledigt sind? Vermutlich ja. Holzdielen abschleifen, Marmor polieren und Bauteile exakt zuschneiden – sich stets wiederholende Aufgaben kann eine Künstliche Intelligenz künftig automatisiert übernehmen. Roboter oder computergesteuerte Maschinen entlasten Handwerkerinnen und Handwerker, die sich auf die anspruchsvolleren und kreativeren Tätigkeiten konzentrieren. Allerdings sind Handwerksbetriebe in ihrer Digitalisierung noch sehr unterschiedlich fortgeschritten , konstatiert das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO. Das ist der erste Schritt auf dem Weg zu KI-gestützten Anwendungen im Handwerk. In Sachen Kreativität kann jedoch auch die beste KI dem Handwerk nicht das Wasser reichen.

KI-Lösungen für das Handwerk in NRW

Die Landesregierung NRW hat ein Projekt gestartet mit dem Ziel, spezielle KI-Lösungen für das Handwerk zu entwickeln und Betriebe bei der Umsetzung zu unterstützen. “KI und Digital Offensive HANDwerk.NRW” soll Forschung und Praxis zusammenbringen und dazu beitragen, die Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft der Unternehmen zu stärken.

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