Unter einem Fenster befindet sich eine alte massive Heizung mit zwei Thermostatventilen
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Alltagstipp: Heizung vor dem Einfrieren schützen!

 

Das ist der Horror für jeden Mieter oder Hausbesitzer: ein geplatztes Leitungsrohr, aus dem vielleicht über Stunden Wasser ausläuft. Die Schäden sind dann häufig immens. Besonders leicht passiert das im Winter, weil die Heizung eingefroren ist. Hier ein paar wertvolle Tipps, wie ihr die Heizung vor dem Einfrieren schützen könnt.

Wann gefrieren Leitungen?

Alle 30 Sekunden gibt es in Deutschland einen Rohrbruch (Quelle: Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft GDV). Häufig liegt das an zu alten Rohren. Gerade im Herbst und Winter aber oft auch daran, weil Leitungen gefrieren. Das passiert, wenn Heizungen bzw. Heizkörper trotz Frost abgedreht werden und die Temperatur in den ungeheizten Räumen über einen längeren Zeitraum unter 0 °C absinkt, beispielsweise im Keller. Oder wenn ein Rohr auf der Wand in der Nähe eines geöffneten Fensters entlang führt. Dann gefriert das in den ungedämmten Leitungen stehende Wasser, dehnt sich aus und lässt das Rohr oder eine Rohrverbindung platzen.
Das kann richtig teuer werden, sagt beispielsweise „kostencheck.de“: Reparatur, Trocknung und Schäden am Mobiliar belaufen sich schnell auf bis zu 1.400 Euro – für einen Rohrbruch. Und nur, weil vielleicht wegen einer kleinen Unachtsamkeit einmal die Heizung eingefroren ist…

Heizung eingefroren?

Wenn die Heizung eingefroren ist, solltet ihr den eingefrorenen Leitungsteil absperren (bzw. die Heizungsumwälzpumpe abschalten), die Ventile am Heizkörper öffnen und versuchen, das Rohr ganz langsam wieder aufzutauen. Am besten mit heißen Tüchern oder einem Heizlüfter. Aber auf jeden Fall ganz vorsichtig und keinesfalls mit einem Heißluftfön, Kerzen oder einer Lötlampe. Neben dem Brandrisiko besteht ansonsten nämlich die Gefahr, dass das strapazierte Rohr dann auch platzt.
Ist die eingefrorene Leitung wieder offen, müsst ihr unbedingt prüfen, ob die Leitung nicht trotzdem Schaden genommen hat, also Wasser austritt.

Nach einem Wasserrohrbruch ist ein alter Heizungskeller mit Wasser überflutet.Wie kann ich die Heizung vor dem Einfrieren schützen?

Um die Heizung vor dem Einfrieren zu schützen, hilft ein kleiner Wintercheck, sobald das Thermometer Richtung 0 °C geht:

  • Sind in unbeheizten Räumen die Leitungen gedämmt, um Einfrieren zu verhindern?
  • Steht an allen Heizungen bzw. Heizkörpern im Haus das Thermostatventil mindestens auf „Frostschutzstellung“? Oft könnt ihr das ganz einfach an einem Schneeflocken-Symbol erkennen. Wenn es das nicht gibt: Das Ventil mindestens auf Position „1“ geöffnet lassen, um ein Gefrieren der Leitungen zu verhindern.
  • Moderne Heizthermen sind, beispielsweise im Einfamilienhaus, häufig auf dem Dachboden, in einer so genannten Dachheizzentrale, installiert. Deren Eigenwärme ist aber oft kein zuverlässiger Schutz vor Einfrieren der Heizung. Stellt deswegen auch hier die Heizung bzw. den Heizkörper immer auf eine ausreichende Temperatur ein.

Wenn ihr eure Wohnung oder euer Haus im Winter über einen längeren Zeitraum nicht nutzt, weil ihr beispielsweise im Urlaub seid, solltet ihr unabhängig von diesen Vorsorgemaßnahmen aber auf jeden Fall einen Freund oder Nachbarn bitten, regelmäßig zu prüfen, dass keine Leitungen eingefroren sind.
Dazu ein Tipp: In älteren Häusern, die noch keine spezielle Wärmedämmung haben, sollte das bei

  • leichtem Frost (-2 bis -5 °C) alle 3 Tage, bei
  • mäßigem Frost (-5 bis -10 °C) alle 2 Tage und bei
  • strengem Frost (unter -10 °C) täglich

passieren (Quelle: Badische Versicherungen).

Habt ihr selber eigentlich auch schon Erfahrungen mit einer eingefrorenen Heizung oder Leitung gemacht? Und wie habt ihr das Problem gelöst? Schildert uns doch mal in den Kommentaren eure Erfahrungen dazu!

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