E-Auto
2 Lesern gefällt das

Second-Life-Batterien: E-Auto-Batterien dienen im zweiten Leben als Stromspeicher

 

RWE, Audi, Skoda und das Aachener Startup Voltfang schenken E-Auto-Batterien ein zweites Leben. Die Unternehmen haben unabhängig voneinander eine Recyclingmethode für sogenannte Lithium-Ionen-Batterien entwickelt, sodass diese als Stromspeicher weitergenutzt werden können. Diese Zweitverwertung von Batterien ist ein wichtiger Beitrag zur nachhaltigen Energiewende und einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft.

Batterie E-AutoEs sind bereits über 600.000 reine Elektroautos auf deutschen Straßen unterwegs – Tendenz steigend. Deren Batterien müssen aber oft schon nach fünf Jahren ausgetauscht werden, da sie dann nur noch eine Restkapazität von 80 Prozent aufweisen und somit für die Anwendung im Straßenverkehr unbrauchbar sind. Bis 2030 fallen so voraussichtlich 1,5 Millionen Tonnen Batteriezellen an. Aktuell ist das Recycling von E-Auto-Batterien noch sehr teuer und ineffizient, weshalb die Recyclingquoten noch recht niedrig sind und so wertvolle endliche Rohstoffe verloren gehen.

Stromspeicher für Industriekunden

Batterie E-AutoDie Restkapazität von 80 Prozent reicht jedoch aus, um als stationäre Stromspeichersysteme für Industriekunden weiterverwendet zu werden. In ihrem ersten Leben werden die Batterien mit einem C-Wert von 3-5 be- und entladen und sind somit einer hohen Belastung ausgesetzt. Im Speichersystem von Voltfang werden sie beispielweise nur mit einem C-Wert von 1 belastet und können so noch weitere 10 Jahre als solche verwendet werden. Skoda geht nach eigener Aussage sogar von einer Nutzungsdauer von 15 Jahren aus.

So nutzt Skoda zum Beispiel die ausgedienten Batterien des vollelektrischen Enyak IV und der Plug-in-Hybrid-Modelle als Zwischenspeicher bei Vertragshändlern. Dort dienen sie dazu, E-Autos flexibel zu laden oder Strom für die Infrastruktur bereitzustellen. Der Hersteller stellt den Händlern Speicherschränke zur Verfügung, die sich mit bis zu 20 Batterien aus den Hybridmodellen oder mit bis zu fünf aus dem Enyak IV bestücken lassen. Die maximale Kapazität der Stromspeicher beträgt damit rund 328 Kilowattstunden und versorgt Schnellladestationen mit bis zu 150 Kilowatt Leistung. Die Speicher sind individuell skalierbar und können in Zukunft auch den erzeugten Strom zwischenspeichern und später für Beleuchtung und Werkstatt wieder freisetzen.

Die Vorteile von Stromspeichern aus Second-Life-Batterien

  • Nachhaltige Energiespeicherung
  • Senkung der Energiekosten
  • 10 – 15 Jahre Nutzungsdauer
  • Schnell und einfach implementierbar
2 Lesern gefällt das

Schreibe gerne einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.