© Foto: Joe Doucet

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Wall of Change

 

Windkraftnutzung für jedermann – das verheißt das Konzept einer „kinetischen Wand“ zur Stromerzeugung im städtischen Raum. Das Schöne daran: Die Wand sieht auch noch verdammt gut aus.

„Kann die Kraft der Kunst unser Zuhause mit Energie versorgen?“ Dieser Frage ist der amerikanische Designer Joe Doucet nachgegangen. Dabei herausgekommen ist eine Windturbinenwand, die sowohl ästhetisch als auch funktional überzeugt: Einzeln rotierende Flügel treiben Mini-Generatoren zur Stromerzeugung an. Klingt gut? Ist es auch! Denn mit 2,50 m Höhe und 7,50 m Breite ist die Wand so bemessen, dass sie als Mauer zur Begrenzung von Grundstücken oder in Leichtbauweise sogar als Fassadenbekleidung genutzt werden kann. Auch an Autobahnen, wo der vorbeirauschende Verkehr zusätzlich für Wirbel sorgt, ist eine Aufstellung möglich. Damit holt Doucet die Windkraftnutzung vom Meer, den Küsten und Hügeln in den urbanen Raum. Denn „Wind ist immer da“.
Das Team um Joe Doucet ist im Begriff, aus dem Konzept ein realisierbares Produkt zu entwickeln, indem es den Wirkungsgrad optimiert und die Leistungsabgabe steigert. Gespräche mit Herstellern laufen bereits.

Und die Erträge? Reichen aus, um die jährliche Stromrechnung zu bezahle

Die von Wand gewonnene Energie kann in einer Batterie gespeichert oder ins Stromnetz eingespeist werden. Berechnungen zufolge dürfte sie im Jahr rund 10.000 Kilowattstunden Strom erzeugen. Ein Vierpersonenhaushalt in Deutschland verbraucht durchschnittlich 5.000 Kilowattstunden – elektrische Warmwasserbereitung inklusive (Stand 03/2021 lt. Stromspiegel). Sogar der Bundesverband Windenergie (BWE) bestätigte auf Anfrage des Magazins t3n, dass die Versorgung eines Haushalts mit dem Doucet-Konzept durchaus möglich sei. Bleibt abzuwarten, was die Wand kosten wird. Wir hoffen, nicht die Welt! Dafür ist das Konzept einfach zu genial. Findet Ihr nicht auch? Wir könnten uns gut vorstellen, so eine Wand zu nutzen. Was denkt Ihr? Hinterlasst gerne einen Kommentar!


Wer ist Joe Doucet?

Der Amerikaner Joe Doucet ist ein erfolgreicher Designer, Unternehmer und Erfinder. Er ist davon überzeugt, dass Design und der Designprozess selbst eine größere Rolle bei der Entwicklung von Innovationen und Problemlösungen spielen können. Seine zahlreiche Patente für Designs und Erfindungen beweisen es. Im Jahr 2017 wurde Doucet als Produktdesigner zum Gewinner des „Smithsonian Cooper-Hewitt National Design Award 2017“ ernannt. Damit erhielt er die höchste Auszeichnung in seinem Bereich.

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5 Kommentare

Monika

Klingt gut, wenn das wirklich funktioniert. Falls Sie Probanden brauchen, stelle ich meinen Vorgarten gerne zu Verfügung.

Felix

klingt sehr interressant,
habe interesse an versuchsaufbau.

Sergej

ist sehr interressant,
habe interesse an versuchsaufbau.
Gibt es schon Kontakt Daten?

Uschi

Das hört sich extrem gut an…. Hoffe der Entwickler hat eine gute Lobby und seine Erfindung kommt in Serie… Denn die riesigen Windräder sind Sondermüll von morgen….

Degginger Monika

auch ich suche nach einer Lösung für die Zukunft, hätte ca. 150 m Angriffsfläche für Wind, Westseite. Hätte auch großes Interesse an Versuchsaufbau…. Nur wie sieht es im Winter aus ?? evtl. Vereisung ??
könnte meinen Wind- und Sichtschutz entfernen …..sehr interessant !!

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