Stechmücke
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Mückenfrei, aber bitte umweltfreundlich

 

Sie surrt, sie saugt, sie nervt: Culex pipiens, die gemeine Stechmücke und ihre gnadenlosen Verbündeten können einem die letzten lauen Spätsommerabende ordentlich verhageln. Aber wir können sie schlagen – mit sanften Waffen.

Ein mückenfreier Garten oder Balkon will gut geplant sein. Zunächst gilt es, stehende Gewässer zu vermeiden. So schön der Gartenteich auch sein mag, hier tummeln sich im Sommer Mückenschwärme. Denn sobald das Thermometer über 20 Grad klettert, legen Mückenweibchen ihre Eier ins Wasser oder zumindest in der Nähe ab. Auch Gefäße, in denen Wasser steht, sind bei Mückenweibchen beliebt. Sie legen die Eier gerne an deren Wänden ab. Vorher brauchen sie allerdings eine kleine Stärkung – in Form von Blut.

Wasser: Brutstätten für die Mückenplage

Achten Sie darauf, stehendes Wasser auf der Terrasse oder dem Balkon zu vermeiden. In einem größeren Garten kann sich sehr schnell an vielen verschiedenen Orten Wasser ansammeln. Beispielsweise in

  • Eimern,
  • Gießkannen,
  • Vasen,
  • Untersetzern von Blumentöpfen oder
  • Aschenbechern.
Gießkanne

© NicoLeHe / pixelio.de

Auch liegen gelassenes Spielzeug für Kinder füllt sich schnell mit Regenwasser und wird zur Brutstätte für den Mückennachwuchs. Stellen Sie potenzielle kleine und große Sammelbecken am besten so unter, dass sie kein Wasser auffangen. Leeren Sie Gießkannen vollständig aus.

In vielen Gärten hat die Regentonne wieder Einzug gehalten. Das freut die Umwelt, denn auch Wasser ist eine Ressource, die wir bewusster nutzen müssen. Ein guter Ansatz ist es, mit Regenwasser den Garten zu bewässern. Damit die Regentonne nicht zur Zentrale für die nächste Mückeninvasion wird, decken Sie die Tonne möglichst ab. Beim nächsten Regen darf der Deckel natürlich wieder weichen.

Düfte & Aromen: Wirksamer Mückenschutz aus der Natur

Regentonne

© Karin Schumann / pixelio.de

Ist die Mücke einmal im Anmarsch, bekämpft man sie am besten mit intensiven Aromen. Denn die Hausmücke und ihre Kumpanen mögen bestimmte Düfte gar nicht. Pflanzen sich beispielsweise Katzenminze, Lavendel, Tomaten oder Zitronenmelisse in ihren Garten oder auf den Balkon. Diese Pflanzen verströmen einen sehr starken Eigengeruch und halten die lästigen Biester sicher auf Abstand.

Einige ätherischen Öle sorgen ebenfalls für eine mückenfreie Zone. Dazu gehören:

  • Zimt
  • Zitrone
  • Anis
  • Bergamotte
  • Kampfer
  • Sandelholz

Besonders wirksam ist Eukalyptus. Als Mückenschutz geben Sie einige Tropfen des entsprechenden Öls einfach direkt auf die Haut.

Tipp: Schneiden Sie eine Zitrone auf und spicken Sie sie mit Nelkenblüten. Alternativ zünden Sie zerriebene Salbeiblätter in einer kleinen Schale an. Um beides machen die lästigen Blutsauger erfahrungsgemäß einen großen Bogen.

Akute Hilfe bei Mückenstichen

Hat es Sie doch erwischt, dann reinigen Sie den Stich sofort mit Wasser und Seife. Es ist wichtig, dass der Speichel der Mücke möglichst gut entfernt wird. Denn dieser sorgt für den Juckreiz. Etwas Zitronensaft verbessert die Wirkung.

 

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