7 praktische Tipps ermöglichen Sommerfreude pur – für Mensch und Umwelt
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Nachhaltig den Sommer genießen

 

Sommer, Sonne & Nachhaltigkeit: Du möchtest einen freien Tag genießen, ins feuchte Nass springen, dich vor UV-Strahlen und Mücken schützen und abends genüsslich Grillen, ohne die Umwelt unnötig stark zu belasten? Wir haben 8 Tipps für dich!

Übermäßiges Schwitzen? Nicht in natürlichen Stoffen

Baumwolle

Trage helle Kleidung aus natürlichen Materialien wie Baumwolle.

Sobald die ersten, warmen Sonnenstrahlen die Temperaturen steigen lassen, greifst Du am besten zu leichten, feinen Stoffen aus natürlichen Materialien wie Baumwolle und Leinen. Die fühlen sich nicht nur angenehm auf der Haut an, sondern sind auch atmungsaktiv und kühlend. Achte auf luftige Schnitte und helle Farben, die das Licht reflektieren und keine Wärme speichern. Trägt die Kleidung zum Beispiel das GOTS-Siegel, umso besser, dann wurde es ökologisch, nachhaltig und fair hergestellt. Weitere Infos zu Textilsiegeln findest Du hier. Stoffe aus Kunstfasern wie Polyester, Polyamid etc. solltest Du lieber vermeiden, da sie die Schweißbildung fördern und schneller „müffeln“.

Pack‘ die Badehose ein!

Badebekleidung

Nachhaltig-&-schön—Badebekleidung-aus-recycelten-Fischernetzen-von-boochen

Was für Oberbekleidung gilt, gilt jedoch nicht für Badebekleidung. Denn Baumwollstoffe verlieren nass rasch die Form. Und bis sie in der Sonne getrocknet sind, kann es schon ein Nickerchen lang dauern. Was also tun? Sich zum Beispiel den Surfergirls von boochen anvertrauen. boochen steht für Blue Ocean Obsessed und ist ein Synonym für Bikinis und Badeanzüge, die besser zum Surfen sind – weil sie sitzen – und besser für das Meer. Um die Verschmutzung der Ozeane zu bekämpfen, verwenden sie Econyl® – eine recycelte, mit dem deutschen Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnete Nylonfaser, die u. a. aus im Meer verlorenen Fischernetzen hergestellt wird. Außerdem nutzen sie Lycra® Extra Life – Fasern, die Dich vor UV-Licht schützen und sicherstellen, dass der Bikini fünfmal länger in Form bleibt als üblich. Zudem sorgen verstellbare Details dafür, dass bei sportlicher Aktivität im Wasser alles an seinem Platz bleibt – und beim Sonnenbaden am Strand nichts zwickt oder zwackt. Obendrauf sind alle Teile reversibel, also beidseitig nutzbar: ein Teil, zwei Looks. Einen ähnlich nachhaltigen Ansatz verfolgt zum Beispiel auch die Marke Mr. Marvis, deren Badeshorts für Männer aus recycelten Plastikflaschen hergestellt werden. Außerdem werden die Öko-Tex-zertifizierten Polyamide nach dem REACH-Standard eingefärbt.

Wasche Kunstfaser in speziellen Waschbeuteln

10.000 t Econyl®-Garn, wie es für die nachhaltige Bikinimode von boochen verwendet wird, sorgen zwar dafür, dass 12.600 t Abfall wiederverwertet sowie 70.000 Fässer Rohöl und 57.100 t CO2e eingespart werden. Was es aber nicht unterbindet, ist die Wasserverschmutzung durch Mikroplastik. Das sind abgebrochene Kunstfasern, die ins Abwasser gelangen und von Kläranlagen nicht zuverlässig herausgefiltert werden können. Daher empfehlen wir, Kleidung aus Kunstfasern in einem speziellen Waschbeutel zu waschen, der Mikroplastik aufhält – zum Beispiel von Guppyfriend.

Kühne Köpper? Am liebsten im Naturfreibad!

Obermain Therme Bad Staffelstein

Naturfreibäder nutzen Organismen, Kies und Sand zur Wasserreinhaltung. Foto: Obermain Therme Bad Staffelstein

Keine Chemie, kein Chlorgeruch und zumeist in einer schönen, natürlichen Umgebung gelegen: Allein in Deutschland gibt schon mehr als 140 öffentliche Naturfreibäder. Diese nutzen im Prinzip das Selbstreinigungssystem natürlicher Gewässer, um das Badewasser sauber zu halten – also tierische und pflanzliche Organismen sowie natürliche Filterbecken mit Kies und Sand zur Umwälzung des Wassers. Ideal für Allergiker, Kleinkinder und Nachhaltigkeitsliebhaber wie Dich und mich. Natürlich befinden sich etliche Naturfreibäder in ländlichen Regionen – aber nicht nur, so dass auch großstädtische Wasserratten auf ihre Kosten kommen. Leider können wir Dir keine vollständige Standortliste anbieten, so dass dir Google & Co. am besten weiterhelfen.

Unser Buchtipp fürs Freibad: „Handbuch Bio-Balkongarten“ von Andrea Heistinger Kein Freibadbesuch ohne Buch! Unser Tipp: „Handbuch Bio-Balkongarten“

Chilis im Topf, Himbeeren in Pflanzsäcken, Petersilie und Basilikum in Hanging Baskets: Die Gartenbuchautorin Andrea Heistinger verrät Dir, wie Obst, Gemüse und Kräuter auf kleinen Anbauflächen prima gedeihen: mit wenig Arbeit und geringen Kosten. Erschienen im Löwenzahn Verlag, 304 Seiten.

Sonne ohne Reue? Auch für die Umwelt!

Korallen

Selbst mineralischer Sonnenschutz ist nicht unbedingt „riffsicher“

Sonnenschutz ist unerlässlich. Denn Hautkrebs, Pigmentflecken und Falten wollen wir nicht. Durch UV-Filter und Nanopartikel geschädigte Korallen und Fische aber auch nicht. Was tun? Am besten UV-schützende Kleidung tragen, denn wirklich umweltfreundlichen Sonnenschutz gibt es leider nicht. Mineralische Produkte wie Tropic-Sport, Raw Elements oder Suntribe gelten als „riffsicher“, da sie Zinkoxid als Wirkstoff nutzen. Aber auch der kann je nach Formulierung zu Korallenbleiche führen (Quelle: Pharmazeutische Zeitung, Ausgabe 27/2018). Sie verzichten jedoch auf Nanopartikel im Zinkoxid und sind zudem generell weniger problematisch als organische („chemische“) UV-Filter; Octinoxat und Osybenzon zum Beispiel können sogar das Erbgut von Korallen und Fischen schädigen.

Dir ist zu heiß? Dann ein Florida Eis!

Schon bei dem Gedanken an Eis kann einem das Wasser im Munde zusammen. Leider aber ist die Speiseeis-Herstellung sehr energieintensiv. Dass es auch anders geht, beweist Florida Eis aus Berlin. Seit 2013 ist jedes Gramm Eis, das in Spandau vom Band läuft, offiziell CO2-frei. Möglich machen es Photovoltaik, Solarthermie, Rückgewinnungssysteme aus der Kältetechnik und maximale Einsparung. Hinzu kommt eine effiziente Tiefkühlung und der Verzicht auf Pumpen und Dosieranlagen zugunsten von Handarbeit. Ausgeliefert wird e-mobil – an alle großen Supermärkte.

Du hast was gegen Mücken? Wir auch – selbst gemachtes Anti-Mücken-Öl

Minze

Natürliche ätherische Ölen halten Mücken auf Abstand – allen voran indische Melisse

Was kommt nach dem Freibad? Grillen! Damit es Dir und der Umwelt schmeckt, haben wir in einem Post 7 praktische Tipps zusammengestellt. Und damit Du Dich um die vielen Mücken nicht sorgen brauchst, die in frühen Abendstunden ihr Unwesen treiben, hier eine Rezeptur für nachhaltigen Mückenschutz:

  • 50 ml Mandelöl oder Jojobaöl
  • 6 Tropfen ätherisches Öl Lemongrass
  • 6 Tropfen ätherisches Öl Indische Melisse
  • 6 Tropfen ätherisches Öl Lavendel
  • 4 Tropfen ätherisches Öl Eukalyptus

Mandel- oder Jojobaöl als Basis pflegen deine Haut. Indische Melisse, Lemongrass und Eukalyptus wirken gegen Mücken, Lavendel beruhigt. Füge alles in eine Spenderflasche, schüttele die erfrischende Mischung gut durch und trage das fertige Öl auf Arme und Beine auf. Du wirst sehen: Mücken werden einen großen Bogen um Dich machen! Du musst den Auftrag allerdings häufiger erneuern als bei einem synthetischen Anti-Mücken-Mittel, ca. alle zwei Stunden.

Hast Du noch weitere Tipps und Empfehlungen, die uns helfen, den Sommer nachhaltig zu genießen? Schreibe gerne einen Kommentar! Wir freuen uns, von Dir zu lesen.

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