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Split-Wärmepumpe einfach erklärt

Bei Luft‑Wasser‑Wärmepumpen wird zwischen Monoblock‑ und Split‑Systemen unterschieden. Der zentrale Unterschied liegt im Aufbau der Anlage. Bei einer Split‑Wärmepumpe sind die wichtigsten Komponenten auf zwei Einheiten verteilt, die über Kältemittelleitungen miteinander verbunden sind. Dieser Ratgeber erklärt, wie eine Split‑Wärmepumpe funktioniert und welche Vorteile diese zweigeteilte Bauweise bei Planung und Aufstellung bietet.
Kind spielt im Garten mit einem Ball vor einer Split-Wärmepumpe aroTHERM Split plus von Vaillant

Technologie im Überblick

Das Prinzip der Split‑Wärmepumpe

Bei einer Split‑Wärmepumpe sind die wichtigsten Komponenten auf eine Außen‑ und eine Inneneinheit verteilt. Beide Geräte sind über Kältemittelleitungen miteinander verbunden. In der Außeneinheit befinden sich unter anderem Verdampfer, Verdichter und Ventilator. Sie entzieht der Außenluft Wärme und bereitet diese auf.

Die Inneneinheit überträgt die Wärme in das Gebäude. Hier befinden sich der Wärmetauscher sowie die Regelungstechnik. Die erzeugte Wärme wird für Heizung und Warmwasser genutzt. Durch die Aufteilung des Kältemittelkreislaufs lassen sich Innen‑ und Außeneinheit flexibel positionieren. Diese Bauweise ermöglicht eine individuelle Planung und lässt sich gut in unterschiedliche Gebäudesituationen integrieren.

Prozess einfach erklärt

So funktioniert eine Split-Wärmepumpe

Im Heizbetrieb nutzt die Split‑Wärmepumpe die Energie der Außenluft und wandelt sie in Wärme für Heizung und Warmwasser um. Der Prozess läuft in fünf Schritten ab:

1. Wärmeaufnahme aus der Außenluft.
Die Außeneinheit entzieht der Luft Wärme, auch bei niedrigen Temperaturen.

2. Verdichtung des Kältemittels
Ein Kältemittel nimmt die Energie auf und wird im Verdichter komprimiert. Dadurch steigt die Temperatur.

3. Transport zur Inneneinheit
Das erwärmte Kältemittel wird über Leitungen in die Inneneinheit geleitet.

4. Wärmeübertragung an das Heizsystem
Ein Wärmetauscher gibt die Energie an das Heizungswasser ab.

5. Versorgung von Heizung und Warmwasser
Das erwärmte Wasser wird im Gebäude verteilt und für Heizung und Warmwasser genutzt.

Die Grafik zeigt die Funktionsweise der Split-Wärmepumpe aroTHERM plus von Vaillant. Links im Bild ist die Wärmepumpe zu sehen, während in der Mitte ein stilisiertes Haus mit der Inneneinheit der Wärmepumpe zu sehen ist. Mit farbigen Pfeilen ist die Verbindung zwischen Innen- und Außeneinheit sowie der Heizkreislauf im Haus angedeutet.

Das spricht dafür

Vorteile von Split-Wärmepumpen auf einen Blick

Split‑Wärmepumpen bieten Vorteile, wenn bei der Planung flexible Lösungen gefragt sind. Durch die Aufteilung der Komponenten auf Innen‑ und Außeneinheit ergeben sich verschiedene Möglichkeiten bei Aufstellung.
  • Hohe Flexibilität bei der Aufstellung

    Innen‑ und Außeneinheit können unabhängig voneinander positioniert werden. Leitungslängen von bis zu 40 Metern und Höhenunterschiede von bis zu 30 Metern ermöglichen auch größere Abstände zum Gebäude.

  • Kein Risiko durch Einfrieren

    In den Leitungen zirkuliert Kältemittel statt Wasser. Dadurch besteht auch bei niedrigsten Temperaturen keine Gefahr, dass Leitungen einfrieren.

  • Geringerer Aufwand bei Leitungen und Dämmung

    Die Verbindungsleitungen haben einen kleinen Durchmesser und benötigen weniger Dämmung. Das reduziert den Installationsaufwand und kann je nach Aufstellort Kosten sparen.

  • Konstante Effizienz auch bei größeren Distanzen

    Die Energie wird über Kältemittelleitungen übertragen. Dadurch entstehen nur geringfügige Wärmeverluste auf dem Weg ins Gebäude, auch bei längeren Leitungswegen.

Das sollten Sie beachten

Haben Split-Wärmepumpen auch Nachteile ?

Neben den Vorteilen gibt es auch einige Aspekte, die Sie bei der Planung und Installation berücksichtigen sollten. Diese hängen vor allem mit dem Einsatz von Kältemittel und der Aufteilung der Anlage in zwei Geräte zusammen

Kälteschein erforderlich
Der Kältemittelkreislauf verbindet Innen‑ und Außeneinheit. Deshalb darf die Installation nur durch zertifizierte Fachbetriebe erfolgen. Die Anforderungen an Planung und Inbetriebnahme sind entsprechend höher, zum Beispiel durch die fachgerechte Verlegung der Leitungen und eine Dichtheitsprüfung.

Etwas höherer Wartungsaufwand
Kältemittelleitungen und Verbindungen müssen regelmäßig überprüft werden. Dadurch kann der Wartungsaufwand etwas höher ausfallen als bei einfacher aufgebauten Systemen.

Eine fachgerechte Planung und Installation von Anfang an ist daher besonders wichtig. Mit einem qualifizierten Fachpartner stellen Sie sicher, dass die Anlage zuverlässig und effizient arbeitet.

Fachhandwerker installiert eine Split-Wärmepumpe aroTHERM Split plus von Vaillant neben einem NeubauFachhandwerker installiert eine Split-Wärmepumpe aroTHERM Split plus von Vaillant neben einem Neubau

Die passende Lösung finden

Wann ist eine Split‑Wärmepumpe sinnvoll?

Ob eine Split‑Wärmepumpe oder eine Monoblock-Wärmepumpe besser passt, hängt von den Anforderungen Ihres Gebäudes ab. Wenn besonders flexible Lösungen bei der Aufstellung gefragt sind, ist die Split‑Technologie oft die bessere Wahl..

Eine Split‑Wärmepumpe kommt im Neubau sowie bei der Modernisierung energieeffizienter Gebäude zum Einsatz. In Kombination mit Flächenheizungen arbeitet sie besonders effizient bei niedrigen Vorlauftemperaturen. Auch im Bestand kann sie als Hauptwärmeerzeuger genutzt werden, zum Beispiel im Hybridsystem. Dabei deckt die Wärmepumpe einen Großteil des Wärmebedarfs und wird bei Bedarf durch die bestehende Heizung unterstützt.

Sie ist vor allem dann sinnvoll, wenn größere Abstände zwischen Innen‑ und Außeneinheit überbrückt werden müssen oder besondere Anforderungen an den Schallschutz bestehen. Beide Aspekte lassen sich bei der Planung gezielt berücksichtigen.

Einen detaillierten Vergleich beider Bauarten finden Sie im Ratgeber zu Monoblock‑ und Split‑Wärmepumpen.

Mann sitzt mit einer Tasse Kaffee und Handy vor dem Haus nehmen einer Split-Wärmepumpe aroTHERM Split plus von Vaillant

Vaillant Tipp

Leise und flexibel: Split-Wärmepumpen von Vaillant

Wenn Sie sich für eine Split‑Wärmepumpe entscheiden, ist eine leise und flexibel aufstellbare Lösung entscheidend. Unsere aroTHERM Split plus gehört zu den leisesten Split‑Wärmepumpen auf dem Markt und vereint hohe Effizienz mit vielseitigen Aufstellmöglichkeiten. Die Außeneinheit lässt sich auch bei beengten Platzverhältnissen oder erhöhten Anforderungen an den Schallschutz gut integrieren. Gleichzeitig sorgt die abgestimmte Systemtechnik für zuverlässige Leistung und hohen Komfort im Alltag.

Systembeispiel entdecken

Im System am Besten aus einer Hand

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Photovoltaik
Energiekosten-Ersparnis
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Vater mit seinen beiden Kindern liegt auf dem Sofa und genießt die angenehmen Temperaturen im Haus.Vater mit seinen beiden Kindern liegt auf dem Sofa und genießt die angenehmen Temperaturen im Haus.

Weiterer Vorteil

Kühlen mit einer Split‑Wärmepumpe

Viele Split‑Wärmepumpen können neben dem Heizen auch zur Kühlung eingesetzt werden. Man spricht dabei von aktiver Kühlung, bei der die Anlage im Sommer für angenehm temperierte Räume sorgt.

Im Kühlbetrieb arbeitet die Wärmepumpe nach dem gleichen Prinzip wie beim Heizen, jedoch in umgekehrter Richtung. Wärme wird aus dem Gebäude nach außen abgeführt. Dadurch lässt sich die Raumtemperatur um etwa 2 bis 3 °C absenken. Voraussetzung ist, dass die Anlage für die Kühlfunktion ausgelegt ist. Für eine gleichmäßige Wirkung eignen sich vor allem Flächenheizungen wie Fußbodenheizungen. Alternativ kann die Kühlung auch über Gebläsekonvektoren wie unsere aroVAIR pro erfolgen. Diese bieten sich insbesondere in der Modernisierung an, da sie eine gute Alternative zu klassischen Heizkörpern darstellen.

Wichtig zu wissen: Mit klassischen Heizkörpern ist ein spürbarer Kühleffekt in der Regel nicht möglich, da die Fläche für die Wärmeabgabe zu klein ist.

Kosten und Förderung im Überblick

Mit welchen Kosten und Förderungen ist zu rechnen?

Die Investitionskosten für eine Split‑Wärmepumpe hängen von verschiedenen Faktoren ab, zum Beispiel vom Gebäude, der Planung und dem Installationsaufwand. Auch die Einbindung in ein bestehendes Heizsystem oder zusätzliche Komponenten beeinflussen die Gesamtkosten. Bei der Installation spielen unter anderem die Leitungsführung, der Aufstellort sowie die baulichen Gegebenheiten eine wichtige Rolle. Mehr Details finden Sie im Ratgeber zu den Kosten einer Wärmepumpe.

Um die Investitionskosten zu reduzieren, können Sie derzeit attraktive Förderungen für Wärmepumpen in Anspruch nehmen, insbesondere beim Austausch bestehender Heizsysteme im Rahmen einer Modernisierung. Einen Überblick finden Sie im Ratgeber zur Förderung von Wärmepumpen 2026.

Lassen Sie sich von einem Fachpartner beraten, welche Lösung und Förderung für Ihr Gebäude möglich ist.

FAQ Split-Wärmepumpen

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