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Wärmepumpe und Heizkörper kombinieren

Sie möchten Ihr Bestandsgebäude mit einer Wärmepumpe modernisieren und fragen sich, ob Ihre vorhandenen Heizkörper dafür geeignet sind? Hier erfahren Sie, wie Sie einschätzen können, ob Ihre Heizkörper grundsätzlich mit einer Wärmepumpe funktionieren und unter welchen Voraussetzungen die Kombination sinnvoll ist.
Ein Heizkörper mit einem Thermostat mit Display welches 21 °C anzeigt. Im Hintergrund ist eine Couch mit gemütlichem Licht zu sehen.

Wichtige Faktoren für die Kombination

Vorlauftemperatur und Wärmeverteilsystem

Die Vorlauftemperatur gibt an, wie warm das Heizwasser ist, wenn es die Wärmepumpe verlässt und in Ihr Wärmeverteilsystem (z. B. zu den Heizkörpern) fließt. Je niedriger diese Temperatur ist, desto effizienter arbeitet die Wärmepumpe und desto weniger Strom wird benötigt.Deshalb gilt als Richtwert für den Betrieb mit einer Wärmepumpe: Die Vorlauftemperatur sollte möglichst nicht mehr als etwa 55 °C betragen.

Bestandsgebäude mit einer Wärmepumpe modernisieren

Wann passt eine Wärmepumpe zu Heizkörpern?

Wärmepumpen arbeiten besonders effizient, wenn sie mit niedrigen Vorlauftemperaturen arbeiten, wie beispielsweise in Kombination mit einer Fußbodenheizung. Deshalb gelten beide Systeme als ideale Kombination.
Eine Fußbodenheizung nachzurüsten kann jedoch aufwendig und kostenintensiv sein.

Deshalb stellt sich in Bestandsgebäuden oft die Frage, ob die bestehenden Heizkörper weiterhin genutzt werden können. Selbst in unsanierten Bestandsgebäuden ist die Kombination effizient möglich – vorausgesetzt, die Rahmenbedingungen stimmen.

Finden Sie in 4 Schritten heraus, ob ihre Heizkörper für eine Wärmepumpe geeignet sind.

In Häusern mit herkömmlichen Heizkörpern ist die Vorlauftemperatur häufig höher eingestellt, als es für einen effizienten Betrieb mit einer Wärmepumpe ideal wäre. Zwar können Wärmepumpen Vorlauftemperaturen von bis zu 75 °C bereitstellen, für einen wirtschaftlichen Betrieb sollte der Wert jedoch möglichst bei maximal 55 °C liegen.
Benötigen Ihre Heizkörper höhere Temperaturen, kann die Effizienz der Wärmepumpe eingeschränkt sein. Mit den folgenden vier Schritten prüfen Sie, ob die vorhandenen Heizkörper in Ihrem Zuhause für eine Wärmepumpe geeignet sind.
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    Kalte Tage abwarten

    Der Test ist nur aussagekräftig, wenn er an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen durchgeführt wird, an denen die Außentemperatur unter 0 °C liegt. Diese Bedingungen bilden die Heizperiode am realistischsten ab.

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    Thermostate aufdrehen

    Stellen Sie die Thermostate der zu prüfenden Heizkörper auf die höchste Stufe. So geben sie ihre maximale Heizleistung ab.

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    Vorlauftemperatur reduzieren

    Reduzieren Sie die Vorlauftemperatur über die Heizkurve am Display Ihrer Heizungsanlage schrittweise, bis die gewünschte Raumtemperatur gerade noch erreicht wird. Wenn Sie unsicher sind, wie Sie die Heizkurve einstellen, unterstützt Sie ein Fachbetrieb.

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    Vorlauftemperatur prüfen

    Liegt die Vorlauftemperatur bei 55 °C oder darunter, können Sie Ihre bestehenden Heizkörper mit einer Wärmepumpe effizient betreiben. Unter diesen Bedingungen ist der Betrieb in der Regel auch wirtschaftlich sinnvoll.

Hochtemperatur‑Wärmepumpen

Finden Sie die passende Wärmepumpe für Ihre Heizkörper

Für die Modernisierung mit bestehenden Heizkörpern stehen unterschiedliche Wärmepumpenlösungen zur Verfügung. Sogenannte Hochtemperatur‑Wärmepumpen stellen, wie der Name schon sagt, höhere Vorlauftemperaturen bereit und eignen sich daher für ältere Heizkörper besonders gut.

Aber auch moderne Luft-Wasser‑Wärmepumpen arbeiten mit Vorlauftemperaturen von bis zu 55 °C sehr effizient und lassen sich ideal in Bestandsgebäuden integrieren.

Erdwärme- und Grundwasserwärmepumpen sind ebenfalls eine gute Wahl. Da die Temperaturen im Erdreich konstant sind und kaum schwanken, können sie Umweltenergie besonders effizient nutzen.

Für die Modernisierung gemacht: eine passende Lösung für Heizkörper

Luft-Wasser-WärmepumpearoTHERM plus
Effizienz in ihrer flexibelsten Form
  • Heizen
  • Warmwasserbereitung
  • Kühlen
aroTHERM plus
aroTHERM plus

Kosten

Kosten einer Wärmepumpe mit Heizkörpern

Die Kosten für eine Wärmepumpe mit Heizkörpern variieren je nach Gebäude und Heizsystem. Sie setzen sich aus verschiedenen Faktoren zusammen, zum Beispiel aus dem benötigten Wärmebedarf, den baulichen Gegebenheiten sowie der vorhandenen Heizungsanlage. Hinzu kommen Installationskosten und mögliche Förderungen.

Ein Fachhandwerksbetrieb hilft Ihnen bei der Berechnung gerne weiter und berät, wann sich die Investition in eine Wärmepumpe und gegebenenfalls der Austausch von Heizkörpern lohnt.

Bereit für die Heizungsmodernisierung mit einer Vaillant Wärmepumpe?

Alternativen zu Wärmepumpe und Heizkörpern

Ihre Heizkörper sind nicht für eine Wärmepumpe geeignet? Das sind Ihre Optionen.

Wenn Sie Ihr Zuhause mit einer Wärmepumpe modernisieren möchten, kann es notwendig sein, bestehende Heizkörper durch neue Modelle zu ersetzen. Das ist eine sinnvolle Investition, denn moderne Heizkörper steigern die Energieeffizienz Ihres Heizsystems deutlich. Die gängigsten Alternativen stellen wir Ihnen hier vor.

Niedertemperatur‑Heizkörper sind speziell für den Betrieb mit niedrigen Vorlauftemperaturen ausgelegt. Durch ihre große Heizfläche geben sie auch bei geringeren Temperaturen ausreichend Wärme ab und eignen sich daher besonders gut für den Einsatz mit einer Wärmepumpe.

Effizienz steigern

So holen Sie noch mehr aus Ihrem Heizsystem heraus

Neben der Wahl der richtigen Wärmepumpe gibt es weitere Maßnahmen, mit denen Sie die Effizienz Ihres Heizsystems steigern können. Ziel ist es immer, den Energiebedarf Ihres Hauses zu senken und damit die notwendige Vorlauftemperatur zu reduzieren. So kann Ihre Wärmepumpe besonders effizient und kostensparend arbeiten.
  • Dämmung

    Wärme, die im Haus bleibt, muss nicht zusätzlich erzeugt werden. Eine verbesserte Dämmung ist daher eine wirkungsvolle Maßnahme zur Effizienzsteigerung.
    Besonders einfach umzusetzen ist die Dämmung der obersten Geschossdecke. Der Austausch von Fenstern und Türen sowie eine vollständige Fassadendämmung können die Effizienz deutlich erhöhen, sind jedoch mit einem höheren finanziellen und baulichen Aufwand verbunden.

  • Hybridheizung

    Bei einer Hybridheizung wird die Wärmepumpe mit einer Gas- oder Ölheizung kombiniert. So kann unter Umständen die bestehende Heizungsanlage weiter genutzt werden. Die Wärmepumpe übernimmt den Betrieb so lange wie möglich. Sinkt die Außentemperatur unter einen bestimmten Wert, schaltet sich das zusätzliche fossile Heizsystem zu oder übernimmt vollständig. Beide Systeme können dabei auch parallel betrieben werden.

  • Hydraulischer Abgleich

    Diese Maßnahme stellt sicher, dass alle Heizkörper mit der jeweils richtigen Wassermenge versorgt werden. So erhält jeder Heizkörper genau die Wärmemenge, die benötigt wird. Gleichzeitig kann die durchschnittliche Vorlauftemperatur gesenkt werden. Das steigert die Effizienz der Heizungsanlage und reduziert den Stromverbrauch der Wärmepumpe.
    Der hydraulische Abgleich sollte immer von einem Fachbetrieb durchgeführt werden. Unsere Expertinnen und Experten beraten Sie dazu gerne.

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FAQ

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