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Wärmepumpen Installation – Schritt für Schritt zum fertigen Heizsystem

Vor der Installation: Das sollten Sie beachten
Diese Tipps sorgen für einen besonders reibungslosen Ablauf
- Energieeffizienz Ihres Hauses verbessern
Eine gute Gebäudehülle unterstützt den effizienten Betrieb Ihrer Wärmepumpe. Sinnvoll sind zum Beispiel Dämmmaßnahmen an Wänden, Dach und Boden. Auch das Abdichten oder Erneuern von Fenstern und Türen kann helfen, Wärmeverluste zu reduzieren und gleichmäßige Raumtemperaturen zu erreichen.
- Platzverhältnisse prüfen
Stellen Sie sicher, dass ausreichend Platz für alle Komponenten vorhanden ist – etwa für den Warmwasserspeicher oder einen Pufferspeicher. Prüfen Sie außerdem regionale Vorgaben: Je nach Größe, Geräuschentwicklung oder optischer Wirkung kann eine Genehmigung erforderlich sein.
- Heizkörper überprüfen
Wärmepumpen arbeiten besonders effizient mit niedrigen Vorlauftemperaturen. Deshalb sollten bestehende Heizkörper vorab auf ihre Eignung geprüft werden. Als Orientierung gilt: Auch am kältesten Tag des Jahres sollte die benötigte Vorlauftemperatur möglichst nicht über 55 °C liegen. Dieser Wert kann außerdem für Förderprogramme relevant sein. In Neubauten oder bei Modernisierungen bietet sich auch eine Fußbodenheizung an. Sie arbeitet mit niedrigen Temperaturen und verteilt die Wärme besonders gleichmäßig.
- Budget und Förderungen kalkulieren
Der Umstieg auf eine Wärmepumpe kann durch staatliche Förderprogramme unterstützt werden. Informieren Sie sich deshalb frühzeitig über mögliche Zuschüsse und die jeweiligen Voraussetzungen. Ihr Fachpartner kann Sie dabei unterstützen, die passende Lösung für Ihr Zuhause zu planen.
Bestandsaufnahme für Ihren Wärmebedarf
Am Anfang jeder Wärmepumpen-Installation steht eine Bestandsaufnahme. Dabei wird geprüft, welche Wärmepumpenart für Ihr Zuhause geeignet ist und welche Leistung benötigt wird.
Ihr Fachhandwerker ermittelt dazu den Wärmebedarf Ihres Gebäudes anhand einer Heizlastberechnung. Auf dieser Grundlage empfiehlt er Ihnen das passende Wärmepumpensystem inklusive Gerätegröße, Leistung und genutzter Wärmequelle.
Im weiteren Verlauf zeigen wir den Installationsprozess beispielhaft anhand einer Luft-Wasser-Wärmepumpe. Sie gehört zu den am häufigsten eingesetzten Wärmepumpenarten. Die grundsätzliche Planung ist jedoch auch bei anderen Wärmepumpensystemen wichtig.


Ihr Weg zur Luft-Wasser-Wärmepumpe
Installation einer Luft-Wasser-Wärmepumpe
Schritt 1: Montage der Inneneinheit
Luft-Wasser-Wärmepumpen bestehen in der Regel aus einer Innen- und einer Außeneinheit. Die Installation beginnt meist mit der Inneneinheit im Haus.
Idealerweise wird sie dort platziert, wo kurze Leitungswege zur Außeneinheit möglich sind. Dafür wird eine Öffnung durch die Außenwand geschaffen, durch die Leitungen und Kabel nach außen geführt werden. So können Innen- und Außeneinheit später miteinander verbunden werden.
Während der Installation kann es kurzzeitig zu einer Unterbrechung von Heizung und Warmwasser kommen.


Schritt 2: Montage der Außeneinheit
Die Außeneinheit wird in der Nähe der Inneneinheit aufgestellt. Je nach Modell und Gebäudesituation kann sie auf dem Boden montiert oder an der Außenwand befestigt werden.
Bei der Aufstellung achtet der Fachhandwerker unter anderem auf einen geeigneten Standort, stabile Befestigung und möglichst geringe Schwingungsübertragung.
Sobald Innen- und Außeneinheit positioniert sind, werden beide Komponenten miteinander und mit dem Heizsystem verbunden.


Schritt 3: Anschluss und Inbetriebnahme
Abschließend nimmt der Fachhandwerker alle Einstellungen vor und prüft, ob die neue Vaillant Wärmepumpe sicher und effizient arbeitet. Dazu gehören verschiedene Funktions- und Sicherheitsprüfungen.
Nach der Inbetriebnahme ist die Installation abgeschlossen. Sie können Ihre neue Heizung nutzen und profitieren von zuverlässigem, nachhaltigem Heizkomfort.


Ihr Weg zur Sole-Wasser-Wärmepumpe
Installation von Erdwärmepumpen
Im Vergleich zu Luft-Wasser-Wärmepumpen ist die Installation einer Sole-Wasser-Wärmepumpe aufwendiger. Sie beginnt mit einer detaillierten Analyse Ihres Grundstücks sowie der Boden- und geologischen Gegebenheiten.
Je nach Situation kommen Flächenkollektoren oder Erdsonden zum Einsatz.
Flächenkollektoren benötigen ausreichend Gartenfläche und werden in der Regel in einer bestimmten Tiefe im Erdreich verlegt. Erdsonden erfordern Bohrarbeiten. Welche Lösung infrage kommt, hängt unter anderem vom Grundstück, dem Wärmebedarf und den behördlichen Vorgaben ab.
Die Inneneinheit wird anschließend über Leitungen mit den Kollektoren oder Sonden verbunden. Weitere Details finden Sie in unserem Ratgeber zur Sole-Wasser-Wärmepumpe.


Ihr Weg zur Wasser-Wasser-Wärmepumpe
Installation von Wasser‑Wasser‑Wärmepumpen
Bei einer Wasser-Wasser-Wärmepumpe prüft der Fachhandwerker zunächst, ob die Wasserquelle geeignet ist. Entscheidend sind unter anderem Tiefe, Temperatur, verfügbare Wassermenge und Wasserqualität. Auch die Inhaltsstoffe des Wassers müssen betrachtet werden, da sie Einfluss auf den Betrieb und die Anlagentechnik haben können.
Zusätzlich ist in der Regel ein Pumpversuch notwendig. Damit wird geprüft, ob der Brunnen dauerhaft die erforderliche Wassermenge bereitstellen kann. Als Faustformel können etwa 250 Liter pro Stunde je Kilowatt Wärmepumpenleistung angesetzt werden.
In der Praxis wird Grundwasser meist über einen Förderbrunnen entnommen und über einen Schluckbrunnen wieder zurückgeführt. Die Brunnen sollten so geplant werden, dass die Förderhöhe möglichst gering bleibt. Eine Tiefe von maximal etwa 15 Metern ist wichtig, da der Leistungsbedarf der Brunnenpumpe bei größeren Tiefen deutlich steigen kann.
Die Inneneinheit wird ähnlich wie bei anderen Wärmepumpentypen im Haus installiert und mit dem System verbunden. Weitere Informationen finden Sie in unserem Ratgeber zur Wasser-Wasser-Wärmepumpe.
Zeitlicher Ablauf
Wie lange dauert eine Wärmepumpen‑Installation?
Wie lange die Installation dauert, hängt vor allem von der gewählten Wärmepumpenart und den Voraussetzungen vor Ort ab.
Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe kann in vielen Fällen innerhalb von etwa zwei bis drei Tagen installiert werden, wenn der Aufstellort vorbereitet ist und keine größeren Zusatzarbeiten notwendig sind. Dazu zählen zum Beispiel Fundamentarbeiten, längere Leitungswege oder Anpassungen am bestehenden Heizsystem.
Bei Sole-Wasser- und Wasser-Wasser-Wärmepumpen ist meist mehr Zeit einzuplanen, da Erdarbeiten, Bohrungen oder Arbeiten an Brunnenanlagen hinzukommen können. Den konkreten Zeitplan stimmt Ihr Fachpartner nach der Prüfung der Gegebenheiten mit Ihnen ab.
Kosten & Förderungen
Installationkosten und Zuschüsse sinnvoll kombinieren
- Luft‑Wasser‑Wärmepumpe
- Sole-Wasser-Wärmepumpe
- Wasser‑Wasser‑Wärmepumpe
Da Luft‑Wasser‑Wärmepumpen besonders flexibel installiert werden können, ist die Installation in der Regel am einfachsten und schnellsten umzusetzen.
FAQs Wärmepumpen-Installation



