Wann die Heizung abschalten?
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Wann die Heizung abschalten?

 

Endlich Frühling: Die Sonne zeigt sich öfter, die Bäume werden grüner, und die Temperaturen steigen – zumindest tagsüber. Also einfach die Heizung abstellen und Energie sparen? Und wie sieht es eigentlich im Sommer oder in längeren Urlauben aus? Bei uns erfahrt ihr alles rund ums Thema Heizung abschalten!

Heizung abschalten im Frühling: Tagsüber nicht heizen?

Viele Menschen schalten die Heizung komplett aus, sobald sich Räume durch Sonneneinstrahlung von außen angenehm erwärmen. Das ist vorschnell, denn meist kühlt die Wohnung in den Frühlingsnächten deutlich ab. Es folgt der erneute Gang zur Heizanlage – doch bis die Wohlfühltemperatur wiederhergestellt ist, dauert es. Und das ist nicht das einzige Problem: Das vorrübergehende Abstellen der Heizung ist alles andere als kostensparend. Um die ausgekühlte Wohnung abends wieder zu erwärmen, braucht es deutlich mehr Energie als sich am Tag sparen lässt. Zudem drohen Kälteschäden an den Wänden, wenn die Raumtemperaturen zu stark fallen. Schimmel zum Beispiel gedeiht bei 14 Grad Celsius und weniger besonders gut. Das gilt übrigens auch für den Herbst, der dem Frühling in Sachen Temperatur ähnelt.

Heizung abschalten im Sommer: Betrieb umstellen oder gar nicht heizen?

Im Sommer klettern die Temperaturen am Tag öfter über die 20-Grad-Marke und auch nachts bleibt es angenehm warm. Da lohnt es doch, die Heizung auszuschalten und Energie und Geld zu sparen – oder? Ganz so einfach ist das nicht. Denn auch im Sommer gibt es kalte Tage, an denen die Wohnung unbeheizt auskühlen kann. Vermieter sind daher verpflichtet, die Heizung einzuschalten, sobald die Außentemperatur drei Tage in Folge unter 12 Grad beträgt. Passiert das nicht, darf der Mieter mit Mietminderungen reagieren. Die richtige Heizstrategie im Sommer hängt außerdem vom Heizungstyp ab: Wer eine Zentralheizung ohne Warmwasserbereitung besitzt, sollte diese im Sommer abschalten, um sich unnötige Kosten zu sparen. Bei Heizungen, die auch Warmwasser erzeugen, ist das anders: Die modernen Geräte von Vaillant zum Beispiel wechseln automatisch in den Sommerbetrieb: Hier wird kein Heizungswasser, sondern nur noch warmes Wasser für Küche und Bad zur Verfügung gestellt.

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Heizung abschalten im Winter: Lohnt sich die Nachtabsenkung?

In der kalten Jahreszeit brauchen wir die Heizung am meisten. Mit ihrer Hilfe bleibt die Wohnung trotz Minusgraden und Frost schön warm und gemütlich. Doch durchgängig Heizen ist teuer: Daher fragen sich viele Menschen, ob sie die Heizung in der Nacht abstellen sollten. Lieber nicht, raten Experten. Es kostet sehr viel Energie, kalte Räume wieder aufzuheizen. Eher in Frage kommt die Nachtabsenkung: Hier reduziert sich die Raumtemperatur in der Nacht um 3 bis 4 Grad. Um Kälteschäden zu vermeiden, sollte eine Mindesttemperatur von 16 Grad dabei nicht unterschritten werden. Besonders schlecht gedämmte Häuser und Wohnungen profitieren von der Nachtabsenkung, während sich die Temperaturreduzierung bei gut gedämmten Gebäuden eher nicht lohnt. Welchen Einfluss die Gebäudedämmung, die Heizungsart und andere Aspekte auf den Erfolg der Nachtabsenkung haben und ob diese sich für euch lohnt, erfahrt ihr hier: https://www.vaillant.de/heizung/heizung-verstehen/tipps-rund-um-ihre-heizung/nachtabsenkung/.

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Heizung ausschalten im Urlaub?

Ich bin dann mal weg! Wenn die langersehnten Sommerferien gekommen sind und es Richtung Meer geht, sollten Hausbesitzer und Mieter auch ihrer Heizanlage eine Pause gönnen. Experten rufen dazu auf, den Heizkessel vor dem Urlaub abzustellen, damit sich die Anlage an kalten Tagen nicht unnötig automatisch einschaltet. Über einen Schalter oder die Heizungsregelung lässt sich zudem die Heizungs-Umwälzpumpe deaktivieren, was zusätzliche Stromkosten einspart. Damit sich nichts festsetzt, sollte die Pumpe einmal im Monat angeschaltet werden. Moderne Heizungen machen das automatisch, doch bei älteren Modellen müssen Besitzer selbst daran denken. Etwas andere Regeln gelten für das Heizen im Winterurlaub: Wer Kälteschäden und Schimmelbildung ausschließen möchte, muss trotz Abwesenheit heizen. Das gilt nicht nur für Wohnräume, sondern auch für Küche und Bad. Bei zu niedrigen Temperaturen in diesen Räumen können Wasserleitungen gefrieren und erhebliche Schäden entstehen. Um hier auf Nummer Sicher zu gehen, sollte im Winterurlaub in der gesamten Wohnung eine Temperatur von mindestens 15 Grad herrschen.

Unser Fazit

Wir stellen viel zu oft vorschnell die Heizung aus. Es kostet oft mehr Energie, sie wieder hoch zu fahren als sie auf einem bestimmten Niveau zu belassen. Außerdem kühlen die Wände zu sehr aus und es droht Schimmel. Besser die 16 Grad nicht unterschreiten und auf moderne Heiztechnik mit smarter Regelung setzen.

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