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Richtig Lüften – Luft verbessern, Schimmel vermeiden, Bausubstanz schützen

 

Nach dem Duschen beschlägt der Spiegel, beim Kochen steigt Dampf auf und über Nacht sammelt sich Feuchtigkeit im Schlafzimmer. Viele unterschätzen, wie viel Luftfeuchtigkeit täglich in Wohnungen entsteht. Wird sie nicht richtig abgeführt, kann sie sich an kalten Wänden und Fenstern niederschlagen und Schimmel begünstigen. Richtiges Lüften ist deshalb wichtig für unser Wohlbefinden, unsere Leistungsfähigkeit und die Erhaltung der Bausubstanz. Doch Fenster öffnen allein reicht nicht immer. Entscheidend ist, wie und wann gelüftet wird. Erfahre, worauf Du beim Lüften in Küche, Bad oder Keller achten musst und wann eine Lüftungsanlage sinnvoll sein kann.

Warum ist Lüften wichtig?

Im Laufe des Tages reichert sich die Luft in Innenräumen mit verschiedenen Stoffen an und wirkt irgendwann abgestanden. Vor allem das durch Menschen, Tiere oder Verbrennungsprozesse entstehende CO2 verschlechtert unsere Umgebungsluft deutlich. Die Folge: Konzentration und Leistungsfähigkeit sinken, Müdigkeit nimmt zu und Du fühlst dich weniger wohl. Beim Lüften geht es jedoch nicht nur darum, CO₂, Gerüche oder Ausdünstungen aus Möbeln und Baumaterialien aus der Wohnung zu entfernen. Auch Feuchtigkeit spielt eine entscheidende Rolle. Sie entsteht im Alltag ganz automatisch, etwa beim Duschen, Kochen, Waschen oder Wäschetrocknen, und sammelt sich in der Raumluft. Wird diese Feuchtigkeit nicht durchs regelmäßige Lüften abgeführt, kann sie sich an kühleren Außenwänden oder Fenstern niederschlagen. Dort entsteht Kondenswasser, das Schimmelbildung begünstigt und mögliche Gesundheitsgefahren zur Folge haben kann.

Damit sich Feuchtigkeit gar nicht erst dauerhaft in der Wohnung sammelt, muss die Raumluft regelmäßig ausgetauscht werden. Sind Fenster und Türen geschlossen, passiert das jedoch nur sehr langsam. Je nach Gebäudedämmung entspricht der natürliche Luftaustausch rechnerisch etwa 0,2 bis 2 vollständigen Luftwechseln pro Stunde. Verbrauchte und feuchte Luft bleibt also vergleichsweise relativ lange im Raum. Ganz anders beim Stoß- oder Querlüften: Sind die Fenster mehrere Minuten weit geöffnet, steigt der Luftaustausch auf etwa 10 bis 20 vollständige Luftwechsel pro Stunde. Die gesamte Raumluft kann so innerhalb weniger Minuten nahezu komplett durch frische Außenluft ersetzt werden und überschüssige Feuchtigkeit wird schnell und effektiv abgeführt.

Warum wird beim Lüften Feuchtigkeit abtransportiert?

Das liegt an einem einfachen physikalischen Zusammenhang: Warme Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen als kalte Luft. Strömt beim Lüften kalte Außenluft in die Wohnung, enthält sie zunächst nur wenig Wasserdampf. Erwärmt sich diese Luft im Raum, kann sie zusätzliche Feuchtigkeit aufnehmen, zum Beispiel aus der Raumluft, von Wänden oder aus Textilien. Beim nächsten Lüften wird diese feuchte Luft dann wieder nach draußen abgeführt. Gerade im Winter ist das besonders effektiv: Kalte Außenluft ist meist sehr trocken, selbst wenn es draußen regnet. Wird sie in der Wohnung erwärmt, kann sie viel Feuchtigkeit aufnehmen.

Wie lange dauert es, die Luft in einem Raum auszutauschen?

Wie lüftet man richtig?

Richtig lüften bedeutet, mehrmals täglich kurz und intensiv frische Luft in die Wohnung zu lassen. Statt Fenster dauerhaft zu kippen, sollten sie zum Stoßlüften weit geöffnet werden, idealerweise als Querlüftung mit gegenüberliegenden Fenstern oder zusätzlich geöffneter Tür. So kann die Raumluft innerhalb weniger Minuten nahezu vollständig ausgetauscht werden, ohne dass Wände und Möbel auskühlen. Als Orientierung gilt: Zwei- bis dreimal täglich stoßlüften, zusätzlich immer nach dem Duschen, Kochen oder Wäschetrocknen. Wer berufstätig ist, sollte besonders morgens und abends gründlich lüften. Auch vor längerer Abwesenheit oder wenn ein Raum längere Zeit beheizt, aber nicht genutzt wurde, empfiehlt sich ein intensiver Luftaustausch. Während des Lüftens sollte die Heizung kurz heruntergedreht werden, damit keine Energie verloren geht.

Fenster wird geöffnetWie effektiv das Lüften ist, hängt dabei stark von der Methode ab: Bei Querlüftung mit weit geöffneten Fenstern reichen im Winter oft schon 2 bis 4 Minuten, im Frühling und Herbst etwa 4 bis 10 Minuten, im Sommer 12 bis 20 Minuten. Beim Stoßlüften mit nur einem geöffneten Fenster verlängert sich die Dauer auf etwa 4 bis 6 Minuten im Winter, 8 bis 15 Minuten in der Übergangszeit und 25 bis 30 Minuten im Sommer. Deutlich weniger effizient ist das Lüften über gekippte Fenster: Selbst bei zusätzlicher Querlüftung dauert es hier länger (z. B. 4 bis 6 Minuten im Winter), ohne gegenüber vollständig geöffneten Fenstern Vorteile zu bieten. Werden Fenster nur gekippt und keine Querlüftung erzeugt, kann der Luftaustausch im Winter 30 bis 75 Minuten, in der Übergangszeit sogar 1 bis 3 Stunden und im Sommer 3 bis 6 Stunden dauern – bei gleichzeitigem Auskühlen der Räume. Doch nicht jeder Raum stellt die gleichen Anforderungen. Besonders in Küche, Bad und Keller lohnt es sich, beim Lüften genauer hinzuschauen.

Richtig lüften in der Küche

In der Küche entsteht besonders viel Feuchtigkeit, vor allem beim Kochen, wenn Wasser erhitzt wird oder mehrere Töpfe gleichzeitig auf dem Herd stehen. Schon beim Kochen einer Portion Nudeln gelangen mehrere hundert Milliliter Wasserdampf in die Raumluft. Bleibt dieser Dampf in der Küche, kann er sich an Fenstern, Außenwänden oder in kühleren Raumecken niederschlagen. Am effektivsten ist eine Dunstabzugshaube mit Abluftführung nach draußen. Sie transportiert Wasserdampf direkt ins Freie und entfernt gleichzeitig Kochdünste, Fettpartikel und, beim Kochen mit Gas, auch Verbrennungsgase. Dunstabzugshauben im Umluftbetrieb filtern zwar Gerüche und Fett aus der Luft, führen die feuchte Luft jedoch nicht nach außen ab. Deshalb ist zusätzliches Lüften hier besonders wichtig. Achte außerdem darauf, beim Kochen möglichst mit Deckel zu arbeiten. So gelangt deutlich weniger Feuchtigkeit in den Raum. Nach dem Kochen empfiehlt sich kurzes Stoßlüften für einige Minuten, besonders wenn keine Abluftanlage vorhanden ist. Auf diese Weise wird die feuchte Luft schnell ausgetauscht und Kondenswasser an Fenstern oder Wänden vermieden.

Lüften gegen Schimmel im Bad

Beim Duschen oder Baden entsteht innerhalb weniger Minuten sehr viel Wasserdampf. In kleinen Badezimmern kann die Luftfeuchtigkeit dabei schnell auf über 80 Prozent steigen. Wird diese Feuchtigkeit nicht abgeführt, setzt sie sich an Spiegeln, Fliesenfugen, Silikonabdichtungen oder an kühleren Wandflächen ab, ideale Bedingungen für Schimmel. Deshalb sollte nach dem Duschen oder Baden möglichst sofort gelüftet werden. Am effektivsten ist kurzes Stoßlüften mit weit geöffnetem Fenster für fünf bis zehn Minuten. Währenddessen solltest Du die Badezimmertür geschlossen halten, damit sich die feuchte Luft nicht in der gesamten Wohnung verteilt.

Hilfreich ist es außerdem, Wasserreste von Fliesen, Duschkabine oder Boden kurz mit einem Abzieher zu entfernen. Dadurch verdunstet deutlich weniger Feuchtigkeit im Raum. In fensterlosen Badezimmern übernimmt meist eine Schacht- oder Ventilatorlüftung den Luftaustausch. Achte darauf, dass diese regelmäßig läuft und nicht verdeckt oder verschmutzt ist. Auch Textilien speichern viel Feuchtigkeit: Handtücher und Badematten sollten nach dem Duschen gut trocknen können, idealerweise auf der Heizung oder in einem gut belüfteten Raum. Gerade im Winter ist das wichtig, weil feuchte Textilien sonst sehr lange zum Trocknen brauchen.

Richtig lüften gegen Schimmel im Keller

KellerfensterKellerräume sind meist deutlich kühler als Wohnräume, weil sie teilweise oder vollständig unter der Erde liegen. Gelangt warme, feuchte Luft hinein, kann sie an den kalten Wänden kondensieren, ein häufiger Grund für Feuchtigkeit und daraus resultierender Schimmel im Keller. Deshalb kommt es beim Lüften besonders auf die Jahreszeit und Nutzung des Kellers an.

Sommer: nur gezielt lüften
Im Sommer enthält warme Außenluft viel Feuchtigkeit. Gelangt sie in den kühlen Keller, schlägt sich diese Feuchte schnell an Wänden und Fenstern nieder. Lüfte daher möglichst nur in den frühen Morgenstunden oder spät abends, wenn die Außenluft kühler ist. Tagsüber sollten Kellerfenster besser geschlossen bleiben.

Winter: regelmäßig stoßlüften
Im Winter ist die Außenluft meist trockener als die Luft im Keller. Nutze diese Bedingungen und lüfte regelmäßig für fünf bis zehn Minuten bei weit geöffneten Fenstern. So wird feuchte Luft schnell nach draußen transportiert.

Keller als Wasch- oder Trockenraum
Beim Wäschetrocknen entsteht viel Feuchtigkeit. Deshalb solltest Du während und nach dem Trocknen regelmäßig stoßlüften. Ideal ist zusätzlich eine dauerhafte Luftzirkulation, etwa durch gekippte Fenster oder einen Luftentfeuchter.

Keller als Wohn-, Arbeits- oder Fitnessraum
Dient der Keller regelmäßig als Wohnraum, sollte die Luftfeuchtigkeit wie in anderen Räumen auch zwischen etwa 40 und 60 Prozent liegen. Lüfte daher mehrmals täglich für mehrere Minuten.

Keller als Vorratsraum
Für viele Lebensmittel sind kühle, eher trockene Bedingungen ideal. Lüfte daher vor allem dann, wenn die Außenluft kühler und trockener als die Kellerluft ist, meist morgens oder im Winter.

Zusätzlich lohnt es sich, mögliche Feuchtequellen zu reduzieren: Kellerfenster gut abdichten, feuchte Gegenstände nicht dauerhaft lagern und bei Bedarf einen Luftentfeuchter einsetzen. So lässt sich das Risiko für Schimmel deutlich verringern.

Warum richtiges Heizen beim Lüften wichtig ist

Lüften allein reicht nicht aus, um Schimmelbildung vorzubeugen. Damit Feuchtigkeit gar nicht erst zum Problem wird, sollten Räume möglichst gleichmäßig temperiert sein. Im Wohn- und Essbereich gilt eine Raumtemperatur von etwa 20 Grad als angenehm. Wer Energie sparen möchte, kann die Temperatur meist problemlos um ein bis zwei Grad senken. In anderen Räumen reichen häufig niedrigere Temperaturen. In der Küche entsteht durch Herd, Backofen oder Kühlschrank bereits zusätzliche Wärme, sodass etwa 18 Grad meist ausreichen. Im Schlafzimmer sorgen 16 bis 17 Grad für ein angenehmes Schlafklima.

Wichtig ist dabei, Temperaturunterschiede zwischen Räumen nicht über warme Luft auszugleichen. Wird etwa warme Luft aus beheizten Räumen in kühlere Bereiche wie Flure oder Schlafzimmer geleitet, kann das problematisch werden. Denn warme Luft transportiert mehr Feuchtigkeit. Trifft sie auf kältere Wände oder Oberflächen, kann sich dort Kondenswasser bilden, ein idealer Nährboden für Schimmel. Weitere Tipps zum richtigen Heizen findest Du hier.

Wie sinnvoll ist eine Lüftungsanlage?

Wer tagsüber berufstätig ist oder regelmäßig außer Haus, kann das empfohlene mehrmalige Stoßlüften nicht konsequent umsetzen. In solchen Fällen kann eine kontrollierte Wohnraumlüftung (KWL) eine sinnvolle Lösung sein. Moderne Lüftungsanlagen führen verbrauchte und feuchte Luft automatisch aus Küche, Bad und WC ab und versorgen Wohn- und Schlafräume kontinuierlich mit frischer Außenluft.

In einem Hauswirtschaftsraum hängt das zentrale Lüftungsgerät über der Waschmaschine.

Zentrale Zu- und Abluftsysteme arbeiten häufig mit Wärmerückgewinnung: Ein integrierter Wärmetauscher nutzt die Wärme der Abluft, um die einströmende Frischluft vorzuwärmen. Dadurch wird der Energieverlust geringgehalten und Heizkosten können reduziert werden. Gleichzeitig sorgt der kontinuierliche Luftaustausch dafür, dass überschüssige Feuchtigkeit abgeführt wird. Zusätzliche Filter können Pollen und Staub aus der Zuluft entfernen, was für Allergiker von Vorteil ist. Wichtig ist jedoch: Eine Lüftungsanlage ersetzt nicht die regelmäßige Wartung. Filter müssen turnusmäßig gewechselt und das System fachgerecht überprüft werden, um Hygiene, Effizienz und Funktionsfähigkeit sicherzustellen.

Lüftungskonzept im Neubau und bei Sanierungen

Moderne Neubauten sind wahre Energiesparmeister: gedämmt, nahezu luftdicht und auf minimale Wärmeverluste ausgelegt. Das ist gut für die Energiebilanz, verändert aber das Lüftungsverhalten grundlegend. Denn wo früher ein natürlicher Luftaustausch stattfand, bleibt heute die Feuchtigkeit im Gebäude, wenn nicht bewusst gegengesteuert wird. Seit Ende 2020 bildet das Gebäudeenergiegesetz (GEG) die rechtliche Grundlage. In Verbindung mit der DIN 1946-6 schreibt es vor, dass bei Neubauten und auch bei bestimmten energetischen Sanierungen ein Lüftungskonzept erstellt werden muss. Das betrifft unter anderem Fälle, in denen mehr als ein Drittel der Fenster ausgetauscht oder größere Teile der Gebäudehülle gedämmt werden.

Ziel ist es sicherzustellen, dass der notwendige Mindestluftwechsel zum Feuchteschutz gewährleistet ist, notfalls auch unabhängig vom aktiven Lüftungsverhalten der Bewohner. Denn gerade in Küchen und Bädern luftdichter Gebäude reicht gelegentliches Fensteröffnen oft nicht aus, um die entstehende Feuchtigkeit dauerhaft auf ein unkritisches Maß zu reduzieren. Ein durchdachtes Lüftungskonzept, ob über bewusste Fensterlüftung oder eine ventilatorgestützte Lösung mit Wärmerückgewinnung wie beim recoVAIR ist deshalb heute ein fester Bestandteil moderner Bau- und Sanierungsplanung. Es schützt nicht nur die Bausubstanz, sondern sorgt auch für ein dauerhaft angenehmes Wohnklima. Welche verschiedenen Arten von Lüftungsanlagen es gibt und welche Vorteile die einzelnen Ausführungen haben, erfährst du hier. Interessiert auf welche Kosten es dabei ankommt? Schau Dir dafür diesen Blogbeitrag an.

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13 Kommentare

Louisa

Liebe Redaktion,
vorab, ein sehr gelungener Artikel, gute Arbeit, Daniela.
Ich habe noch eine kleine Anmerkung. „CO2“ wird etwas anders geschrieben, die 2 am Ende muss klein sein :^)

Liebe Grüße,
Louisa

21 grad Redaktion

Liebe Louisa,

vielen Dank für Deinen Kommentar.

Danke für den Hinweis, leider ist es uns aus technischen Gründen nicht möglich das so zu ändern, wie es im Rest des Beitrages geschrieben ist.

Viele Grüße
Dein 21 grad Team

Patrick Mahovsky

Hallo liebes 21 grad Team.
Wir bauen ein Fertighaus mit einer Vaillant Anlage, Solar/ Gasbrennwertherme und Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung.
Nun meine Frage zum Thema Dunstabzug, empfehlen Sie für unsere Küche eine Abluft Dunstabzugshaube oder eine Umlufthaube mit Aktivkohlefilter?

Mit freundlichen Grüßen
Patrick

21 grad Redaktion

Hallo Patrick,

vielen Dank für Deine Frage, ein sehr wichtiges Thema.

Bei einer dichten Gebäudehülle erfolgt der Luftaustausch nicht mehr natürlich, sondern wie im Falle einer Lüftungsanlage definiert und gezielt über die Ventilatoren des Gerätes.
Dunstabzugshauben oder Wäschetrockner mit Außenluftanschluss würden dem Gebäude viel zu viel Luft entziehen, die weder über die Gebäudefugen, noch über die Lüftungsanlage einfach wieder ins Gebäude zurückkommt. Es entsteht ein Unterdruck im Gebäude. Ganz nebenbei geht die warme Raumluft ungenutzt ins Freie.
Durch diese Abluftgeräte kommt das Lüftungskonzept durcheinander und es kann zu Problemen an der Bausubstanz kommen, wenn die kalte Außenluft über die Gebäudefugen nachströmen muss.

Daher unsere klare Empfehlung: Einsatz von hochwertigen Umluftgeräten

Eine Außnahme bildet ein abgetrennter Raum z.B: Hauswirtschaftsraum, der nicht durch die Lüftungsanlage belüftet wird und eine Nachströmöffnung ins Freie hat. Hier könnte ein Abluftwäschetrockner bei geschlossener Türe betrieben werden, da der Trockner den Luftwechsel im Gebäude nicht beeinflusst und die notwendige Außenluft über die Nachströmöffnung angesaut werden kann.

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende
Dein 21 grad Team

Dr.Ulrich Frohberger

Ist die Erstellung und Abnahme eines Be-und Entlüftungsplanes für eine Neubauwohnung(Penthouse) beim Verkauf durch den Bau-Unternehmer Pflicht? Darf diePlanung und Installation eines Be- undEntlüftungssystems aus dem Leistungsumfang des Bauunternehmers beim Verkauf herausgenommen werden ?

Dominik

Hallo Ulrich,

vielen Dank für Deine Anfrage.

Wir haben uns intern mal zu dem Thema umgehört. Leider können wir Dir die Frage nicht beantworten, da es sich eher um eine vertrags- bzw. baurechtliche Frage handelt. Am besten Du wendest Dich hiermit mal an einen Juristen.

Liebe Grüße
Das 21 grad Team

Leo Dormanns

Mir ist in meinem Umfeld aufgefallen das Eurer toller Block 21 grad für einen Kommentar fur Fachleute gehalten wird aber gerade Themen wie richtig Lüften geht Jedermann an ,vielleicht könntet Ihr etwas offensiver informieren .Herzlichen Dank

21 grad Redaktion

Hallo Leo,

schön, dass Dir unser Blog gefällt.

Wir möchten mit unserem Blog jedem Interessierten Tipps und Hilfestellungen geben – ganz egal ob Fachleuten oder Laien.

Liebe Grüße
Das 21 grad Team

Uta Maria Schmidt

Die EnEV 2014 und die DIN 1946-6 schreiben ein Lüftungskonzept vor.
Warum wird die Erstellung eines Lüftungskonzeptes gefordert?
Die Erstellung eines Lüftungskonzeptes wird gefordert, weil durch den technischen Fortschritt die Hülle eines Gebäude so dicht erstellt werden kann und auch wird, dass eine ausreichende Minimallüftung zur Feuchteabfuhr und damit zur Schadensfreiheit nicht mehr allgemein gegeben ist. Die sehr hohe Anzahl an Schadensfällen durch Feuchteschäden, wie Schimmelpilze, speziell in modernisierten Gebäuden, in denen Fenster ausgetauscht worden sind, belegen dies. Aus Gründen der Gesundheitsvorsorge und zur Schadensabwehr ist deshalb die Erstellung eines Lüftungskonzeptes eingeführt worden.
http://www.fgk.de/index.php/links-infos/faqkwl/faq-din-1946-6
Vertrag und Baubeschreibung sollten unbedingt überprüft werden, zum Beispiel bei Ihrer Verbraucherzentrale!

Chris

Hallo, wie kann ich eine Lüftungsanlage mit einer Kühlung kombinieren? Mir ist klar, dass eine Klimaanlage viel Strom „frisst“. Gibt es evtl. Alternativen, die im Sommer zu guten Ergebnissen führen (= Kühlung um mindestens 5-8 Grad)? BG

21 grad Redaktion

Hallo Chris,

vielen Dank für Deinen Kommentar.

Aktuell besteht nicht die Möglichkeit eine Lüftungsanlage mit einem Klimagerät zu kombinieren. Hintergrund hierfür ist die geringe Übertragungsleistung der Lüftungsanlage. Der relativ geringe Luftvolumenstrom und die geringfügig zulässigen Temperaturunterschiede zur Vermeidung von Zugerscheinungen und Kondensat führen zu einem eher geringem Kühleffekt im Vergleich zum technischen Aufwand.

Einen anderen „regenerativen“ Ansatz verfolgen Luft- oder Sole-Erdwärmetauscher vergraben im Erdreich rings um das Haus, die dem Lüftungsgerät vorgeschaltet werden können. Neben einer möglichen Reduzierung der Außenlufttemperatur (passive Kühlung) im Sommer bis zu 15°C wird im Winter auch die Außenluft um bis zu 20°C vorgewärmt, was der Effektivität der Anlage zugutekommt und das elektrische Vorheizregister einspart bzw. entlastet. Ein solcher Erdwärmetauscher lässt sich im Rahmen der Neubauphase leicht mit bei den Tiefbauarbeiten integrieren.

Bei einer bereits installierten Anlage mit integriertem Sommerbypass bleibt nur die Möglichkeit, durch eine bewusste Betriebsweise der Anlage im Sommer (Tagbetrieb mit niedriger Lüfterstufe und Wärmerückgewinnung, Nachbetrieb mit höherer Lüfterstufe und offenem Bypass) das Gebäude tagsüber vor ungewollter Erwärmung zu schützen und Nachts die kühlere Luft ohne Wärmerückgewinnung direkt ins Haus zu leiten.

Liebe Grüße
Dein 21 grad Team

Kyra

Interessant die chemischen Zusammenhänge von Luftaustausch kennenzulernen. Auch, dass warme Luft mehr Feuchtigkeit speichert, als kalte Luft ist ein hilfreicher Tipp bei der Schimmelvermeidung. Die beste Möglichkeit der Schimmelbildung entgegenzuwirken ist und bleibt jedoch das Öffnen der Fenster.

Sebastian

Liebes Team von 21 Grad.
Das ist der beste Artikel über das richtige Lüften, den ich bisher gelesen habe. Für jeden einfach und klar zu verstehen. Da sollten sich meine Mieter mal dran halten.
Wäre es vielleicht möglich, diesen Artikel von Ihnen als PDF Datei zu erhalten?
Beste Grüße Sebastian

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