Typen der Nachhaltigkeit
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Die sieben Typen der Nachhaltigkeit

 

Tagtäglich werden wir mit den Themen Umwelt- und Klimaschutz konfrontiert – im Supermarkt und Einzelhandel sind nachhaltige Alternativen gegenwärtig, auf Social Media und in den Nachrichten hören wir immer wieder davon, dass wir nachhaltiger handeln müssen. Doch was bedeutet Nachhaltigkeit überhaupt? Dass Nachhaltigkeit nicht gleich Nachhaltigkeit ist, wissen wir mittlerweile fast alle. So untersuchte Ströer, einer der führenden deutschen Außenwerber, gemeinsam mit dem Düsseldorfer Marktforschungsinstitut M Science das Alltagsverhalten der Konsumenten und Konsumentinnen und deren Einstellung zu Werbung und Marken im Bereich der Nachhaltigkeit. Heraus kamen “die sieben Typen der Nachhaltigkeit”.

Die sieben Typen der Nachhaltigkeit:

Nachhaltige Waren1) Verwerter und Verwerterinnen: „Verwerter und Verwerterinnen kaufen gerne Second Hand und freuen sich über die Weitergabe und -nutzung von Genutztem an/von Bekannten, bevor es weggeworfen wird.“

Verwerter und Verwerterinnen legen großen Wert auf Langlebigkeit und Wiederverwendbarkeit. Im Alltag verwenden sie Konsumprodukte, die sie bereits besitzen. Sie kaufen gerne Second-Hand oder geben selbst Dinge weiter. Neue Konsummittel kaufen sie nur, wenn nicht anders möglich und Dinge, die noch verwendet werden könnten, schmeißen sie ungerne weg

2) Minimalisten und Minimalistinnen: „Durch kleinen Taten erhalten Minimalisten und Minimalistinnen eine Erleichterung und fühlen sich nachhaltig.“

Minimalist und Minimalistinnen zeichnen sich dadurch aus, dass sie durch kleine Tätigkeiten Nachhaltigkeit in ihren Alltag integrieren. Sie achten darauf, weniger Plastik zu verwenden, trennen Müll und nutzen die öffentlichen Verkehrsmittel anstelle des eigenen PKWs. Diese kleinen Veränderungen geben ihnen ein gutes Gefühl.

3) Genüsslinge: „Für den Lustgewinn soll kein hoher Einsatz gezeigt werden, sodass unmittelbar konsumiert werden kann. Dabei muss dieser Typus nicht das eigene Gewissen beruhigen, da er den Zwiespalt gut aushalten kann.“

Für Genüsslinge steht der eigene Lustgewinn an erster, die Nachhaltigkeit erst an zweiter Stelle. So wollen sie sich selbst etwas gönnen – wie zum Beispiel Bio-Produkte, da sie ihnen vorrangig „besser schmecken“.

4) Paar mit ObstkorkErbauer und Erbauerinnen: „Erbauer und Erbauerinnen haben ein hohes Sicherheitsbedürfnis und sichern sich zum Beispiel durch eigenen Anbau von Gemüse ab. Dementsprechend folgen sie nachhaltigen ‚Regeln‘ und scheuen keine Anstrengung, um sich etwas Gutes zu tun.“

Erbauer und Erbauerinnen nehmen auch (teils körperliche) Mühen auf sich, um ein nachhaltigeres Leben zu führen. So sind sie meist Selbsterzeuger und bauen Nahrungsmittel des täglichen Bedarfs größtenteils für sich und ihr soziales Umfeld an.

5) Nachhaltigkeitskäufer und -käuferinnen: „Um das eigene Gewissen zu beruhigen wird gerne mehr ausgegeben und zum Beispiel Kompensationsleistungen für den CO2-Ausgleich von Flugreisen gezahlt.“

Nachhaltigkeitskäufer und -käuferinnen möchten im Rahmen ihrer Möglichkeiten wie gewohnt handeln und konsumieren. Konsum-Versuchungen nehmen sie also gerne an, kompensieren diese jedoch auch gleichzeitig. Zum Beispiel zahlen sie bei Flugreisen oder dem Versand von Paketen einen CO2-Ausgleich.

6) Missionar und Missionarinnen: „Er/Sie ist sehr idealistisch, sodass stark auf Probleme hingewiesen, sich für Umwelt- und Artenschutz eingesetzt und sich in Organisationen engagiert wird.“

Missionare und Missionarinnen möchten ein Bewusstsein für Nachhaltigkeit schaffen und am liebsten die Welt retten. In ihrer nachhaltigen Lebensweise sind sie sehr stringent und versuchen andere für die Thematik zu begeistern.

7) Ästhetiker und Ästhetikerinnen: „Es wird sich an Produkten erfreut und diese gerne präsentiert – besonders neue nachhaltige Produkte sind reizvoll, da diese als innovativ und angesehen gelten.“

Nachhaltigkeit verfolgt für Ästhetiker und Ästhetikerinnen das Ziel einer ästhetischen Aufwertung. Vor allem in einer Zeit, in der Nachhaltigkeit noch als etwas Besonderes gilt.

Welcher Nachhaltigkeitstyp bist Du?

Jetzt seid Ihr an der Reihe: Lasst uns wissen, welcher Nachhaltigkeitstyp Ihr seid!?

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