Mieter profitieren bei Wärmekosten von hohem Normnutzungsgrad der Mini-BHKW

Auch die Wärme wird – genauso wie der Strom – vom Wohnungsunternehmen an die Mieter geliefert. Abgerechnet wird über in den Wohnungen installierte Wärmemengenzähler. Hinsichtlich der Wärmekosten profitieren die Mieter dabei direkt vom hohen Normnutzungsgrad der Mini-BHKWs, der bei etwa 96 Prozent liegt. Die ganzheitliche Betrachtung der Vorteile der Kraft-Wärme-Kopplung eröffnet dem Bauträger hier neue Spielräume bei der Preisgestaltung. Im Sinne aller Beteiligten lassen sich so abhängig von den jeweiligen Rahmenbedingung Einsparungen der Stromseite auf die Wärmeseite transferieren und umgekehrt.

Halbierung der Strom- und Wärmekosten erwartet

Im Meringer Mietobjekt wurde so beispielsweise der in der Phase des Trockenheizens höhere Wärmeaufwand durch Gewinne aus der Stromlieferung substituiert. Damit fiel die Belastung für die Mieter kaum höher aus als in normalen Heizperioden. Insgesamt betrachtet rechnet der Bauträger bei den Strom- und Wärmekosten mit Einsparungen von etwa 50 Prozent. Ein Drittel davon kommt den Mietern direkt zugute, die sowohl für Strom als auch für Wärme durchschnittlich weniger als den ortsüblichen Preis bezahlen. Die restliche Kosteneinsparung fließt in Verwaltungs- und Wartungsarbeiten sowie in die Refinanzierung der Investition. Der Investor rechnet mit einem jährlichen Überschuss von etwa 5.000 Euro, womit sich die höheren Gestehungskosten voraussichtlich innerhalb von vier Jahren amortisieren.

Optimale Ausnutzung der Wärmekapazitäten

Die Mini-BHKWs arbeiten leistungsmodulierend und haben jeweils eine thermische Leistung von 4 bis 12,5 kW. Ihre elektrische Leistung liegt bei 1,3 bis 4,7 kW. Die Wärmeseite ist so gestaltet, dass die kleinen Kraftwerke bestmöglich ausgelastet werden. Im Sommerbetrieb dienen sie vorrangig der Warmwasserbereitung. Hierzu wurden zwei maßgefertigte Multi-Funktionsspeicher mit einer Kapazität von jeweils 1.250 Litern installiert, die als Puffer für das gesamte Wärmesystem dienen. Die Warmwasserbereitung erfolgt im Durchlaufprinzip über Wärmetauscher, womit auch jederzeit eine einwandfreie Trinkwasserhygiene sicher gestellt ist. Während der Übergangszeiten zu Anfang und Ende der Heizperiode liefern die Mini-BHKWs auch die komplette Heizungswärme. Erst wenn die Außentemperatur unter 10° C sinkt, schaltet sich der Spitzenlastkessel zu.