Heizleistung von 45 auf 14 kW reduziert

Wie Energie sparend diese neue Wärmekombination im Vergleich zur ursprünglichen ist, zeigt die Gegenüberstellung von zwei entscheidenden Eckdaten anschaulich: Statt früher 45 kW „Kesselleistung“ sind es jetzt nur noch 14, und statt der Vorlauftemperatur von heute < 40 °C waren es ursprünglich bis zu 80 °C! Damit wurden zwar äußerst kurze Aufheizzeiten selbst beim völlig ausgekühlten Turm erzielt. Gleichzeitig lagen aber auch die Oberflächentemperaturen der Fußbodenheizungen deutlich jenseits jeglichen Komfortempfindens.

Wärmepumpe liefert Wärme – und Kühle

Mit der neuen Wärmetechnik hat das Komfortempfinden aber nicht nur in dieser Hinsicht gewonnen: Durch die so genannte Natural Cooling-Funktion kann die Erdwärmepumpe im Umkehrmodus über die Flächenheizungen auf den Ebenen die warme Raumluft zu den Erdsonden abführen. Ohne zusätzliche Klimaanlagen wird also der Aufheizeffekt der Glaskuppel abgefangen. Zudem regeneriert sich das Erdreich schneller; im Winter steht damit sogar mehr nutzbare Wärme zur Verfügung als bei rein natürlicher Wiederaufladung.

Zukunft aus Historie

Der zum „Lichtturm“ avancierte Gräfrather Wasserturm ist zweifellos ein herausragendes Beispiel für das große Potenzial, das in solchen historischen architektonischen Landmarken steckt. Zugleich zeigt es über den perspektivisch angelegten Nutzungsansatz hinaus aber auch die Notwendigkeit eines Disziplinen übergreifenden Ansatzes auf, der Architektur und Zweckbestimmung, Wirtschaftlichkeit und nachhaltige Haustechnik in einem in sich stimmigen Gesamtkonzept zusammenfasst. Und auf diese Weise den Erhalt solcher „Leuchtturm-Projekte“ über den Status der Liebhaberei hinaus zu einem integralen Element regionaler Standortentwicklung werden lässt.

Weitere Infos auf www.Lichtturm-Solingen.de.