Quartier Dortmund-Brackel

Pellet mit Solar und Gas-Brennwert kombiniert – Heizkosten für Mieter mehr als halbiert

Eine vergleichsweise aufgelockerte Bebauung, viel Grün um die Häuser und – vor allem – niedrige Mietnebenkosten aufgrund einer Umstellung der Wärme- und Warmwasserbereitung auf regenerative Energieträger sorgen in Dortmund-Brackel für Vollvermietung: Die aus rund zwei Dutzend Mehrfamilienhäusern bestehende Siedlung an der Balsterstraße wird seit Neuestem über ein bemerkenswertes Nahwärmekonzept versorgt, das sich im Wesentlichen auf Biomasse-Kessel mittlerer Leistungsgröße, Gas-Brennwertheizungen für die Spitzenlasten und großflächige thermische Solaranlagen auf allen Hausdächern stützt.

Wohnungswirtschaft prosperiert unterschiedlich

Die Perspektiven für die Wohnungswirtschaft sind, je nach Standort und Bestandsqualität, denkbar unterschiedlich. Einerseits leiden ganze Regionen vor allem in strukturschwachen Gegenden unter massivem Bevölkerungsschwund mit entsprechendem Wohnungsleerstand, andererseits zeichnet sich aber andernorts aufgrund der demografischen Entwicklung eine wachsende Wohnungsnachfrage ab. Grund ist der Trend zur Singularisierung der Haushalte, der noch bis mindestens 2020 die generell sinkende Bevölkerungszahl mehr als ausgleicht (Quelle: KfW). Der zusätzliche Bedarf an Wohnungen werde sich dabei allerdings vor allem auf die Wachstumsregionen beschränken. So weit, so einleuchtend.

Gerade in schwierigen Lagen sind tragfähige Konzepte gefragt

Schwieriger aber wird die Situation zwangsläufig überall dort, wo diese Tendenzen nicht eindeutig ausgeprägt sind. Wie beispielsweise in Dortmund, im östlichen Ruhrgebiet. Hier hat der industrielle Strukturwandel der vergangenen Jahrzehnte - weg von Kohle und Stahl - zwar tiefe Spuren auch in der Bevölkerungsstruktur hinterlassen. Die Prognose weist aber trotzdem „nur“ einen Rückgang der Einwohnerzahlen bis 2020 in Höhe von etwa 2,3 Prozent aus – bei einer sich gleichzeitig sehr indifferent entwickelnden Altersstruktur. Angesichts dieser perspektivischen Gemengelage ein tragfähiges Konzept für eine komplette Wohnsiedlung zu entwickeln, ist entsprechend anspruchsvoll.

Eine weit überdurchschnittliche hohe Vermietungsquote ist das Ergebnis

Der „Julius Ewald Schmitt Grundstücksgesellschaft bR“ gelingt das in Dortmund-Brackel aber augenscheinlich schon seit Jahren, denn bis heute sind die Mehrfamilienhäuser rund um die Balsterstraße fast durchgängig voll vermietet. Auch, weil Entwicklungen und Investitionen hier nicht punktuell, sondern strategisch angelegt permanent vorgenommen werden, so Geschäftsführer Christian Schmitt: „Schon beim Bau der Siedlung ist auf funktionierende Wohnungsgrundrisse in einem grünen Umfeld geachtet worden. Durch kontinuierliche Modernisierungen, beispielsweise die frühzeitige Ausstattung der Wohnungen mit schalldämmenden Fenstern und Gas-Kombithermen, ist die Wohnsituation dann den wachsenden Mieteransprüchen folgend immer wieder angepasst und ständig verbessert worden. Das spiegelt sich natürlich auch in der Vermietungsquote, die für die Region weit überdurchschnittlich ist.“