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Gas-Brennwertgerät plus Solarthermie als effiziente Komfortabsicherung

Huje, eine kleine Ortschaft mit weniger als 300 Seelen in Schleswig-Holstein, umgeben von weiten, ebenen Graslandschaften. Wenn hier von Westen, von der nahegelegenen Elbmündung, wie so oft eine ordentliche Brise herüber weht, möchte es sich die Familie vor dem Kachelofen gemütlich machen. So die Vorstellung der Bauherren für ihr neues Wunsch-Haus. Doch als einzige Wärmequelle erschien ihnen der Kaminofen verständlicherweise nicht komfortabel genug. „Automatische“ Wärmeerzeugung, ohne den Ofen anheizen zu müssen, sollte ebenso möglich sein. Welche Anlagentechnik hier Anschaffungskosten, Betriebskosten und Ökologie optimal verbindet, fragte die Familie frühzeitig Volker Streich, als Installateur- und Heizungsbaumeister Inhaber des 13-köpfigen SHK-Betriebs „Schlüter Heizung & Sanitär“ in Meldorf.

Kompetente Systemauswahl

„So individuell, wie die Wünsche der Bauherren sind, so speziell ist auch jedes Eigenheim gebaut – und deshalb gibt es bei der Wärmeversorgung keine Pauschallösungen“, lautet der grundlegende Planungsansatz von Volker Streich. Das Eigenheim der jungen Familie beispielsweise ist energetisch vorbildlich nach dem KfW 55-Niveau gebaut. Die primäre Wärmeverteilung der 180 m² Wohnfläche erfolgt über eine Fußbodenheizung – das stand von vornherein fest. Denn Sohn Theo ist erst 14 Monate alt – und spielt wie alle Kinder natürlich auf dem Boden. Zudem ist das Haus nicht unterkellert. Umso wichtiger die wohlige Wärmeabstrahlung von unten, die gleichzeitig bis zu 20 Prozent Primärenergie im Vergleich zu Heizkörpern spart. „Weil kein Technikraum im Keller zur Verfügung steht, war zudem klar, dass die Haustechnik wenig Platz beanspruchen durfte“, musste Streich bei der Planung der Haustechnik zusätzlich berücksichtigen. Die Heizungsanlage sollte also im Hauswirtschaftsraum untergebracht werden, ohne das Arbeiten darin einzuengen.

„Aus den vielen technischen Möglichkeiten der Heizung, Kühlung und Lüftung haben wir für die Familie ein individuelles Konzept erarbeitet und zu einem ganzheitlichen System zusammengeführt“, berichtet der Heizungsbaumeister aus Meldorf. Und das sieht so aus: Die Grundversorgung mit Wärme für die Räume und die Warmwasserbereitung sichert ein Gas-Brennwertgerät („ecoTEC plus“ von Vaillant) mit 20,6 kW modulierender Leistung ab. Das Stichwort „modulierend“ ist an dieser Stelle besonders wichtig, weil der Wärmebedarf erheblich schwankt – denn das Gas-Brennwertgerät ist nicht allein für die Wärmeversorgung zuständig: Auf dem Dach des Nebengebäudes, einer Doppelgarage, sind zusätzlich fünf Sonnenkollektoren installiert. Diese Kollektoren und der wassergeführte Kachelofen geben ihre Wärme vorrangig, mitunter sogar gleichzeitig in einen 800 Liter großen Multi-Funktionsspeicher („allSTOR exclusiv“ von Vaillant). In Abhängigkeit von der Wärmemenge, die die Solarkollektoren und der Kachelofen an den Multi-Funktionsspeicher liefern, muss das Gas-Brennwertgerät dann nur noch die fehlende Restwärmemenge beisteuern – und das eben anforderungsgerecht modulierend auf einem effizienten Betriebsniveau zwischen 4,0 und 20,6 kW.

Kompetente Systemintegration

Bei all diesen unterschiedlichen Komponenten ist die optimale Hydraulik zwar eine Herausforderung – aber auch das Spezialgebiet von Volker Streich. „Kniffelig war vielmehr die platzsparende Installation“, schildert der Heizungsexperte. „Doch dank der kompakten Gerätebauweise mit den abnehmbaren Gehäusen und den gut zugänglichen Anschlüssen konnten wir das zur Zufriedenheit der Familie auf nur knapp 1,5 m² Fläche lösen“, blickt Streich auf das Ergebnis. Zumal als nächster Schritt eine PV-Anlage in Planung ist, die weiteren Platz im Hauswirtschaftsraum benötigt.

Die Systemintegration über die Regelungstechnik war genauso problemlos möglich, wie Streich berichtet: „Eingesetzt haben wir aus dem Vaillant System den Solarsystemregler ‚auroMATIC 620‘. Über ‚eBUS‘ haben wir Heizgerät, Solaranlage und Multi-Funktionsspeicher miteinander vernetzt. Die witterungsgeführte Regelung bezieht sogar vorauseilend die Außentemperatur in die Steuerung der gesamten Anlage ein. So wird die beste Energieausbeute erzielt.“ Das bestätigt Mark B. schon nach den ersten Monaten im neuen Eigenheim: „In dem Zeitraum von Januar bis August haben wir etwa 350 kWh Gas verbraucht. Unser Nachbar jagt das in nur einem Monat durch“, berichtet der Bauherr.

Individualität erfordert Systemkompetenz

Das breite Angebot an konventionellen und erneuerbaren Energien effizient zu nutzen, ermöglichen nahezu unzählige Systemkonstellationen. Gut informierte Bauherren wie Familie B. nutzen das Wissen gezielt. Was einerseits Individualität bei der Energieversorgung und Komfort Vorschub leistet, erhöht andererseits aber gleichzeitig die Komplexität der Haustechnik und macht fast jede Anlage zu einem Unikat.

Das stellt neue Anforderungen an das Fachhandwerk, „nicht nur in der Beratung, sondern auch bei der späteren Wartung“, weiß Volker Streich aus eigener Erfahrung. „Dieser Herausforderung stellen wir uns durch die enge Kompetenzpartnerschaft mit bewusst nur einem Hersteller“, erklärt der SHK-Unternehmer. „Das breite Angebot an auch regenerativen Heiz-Lösungen und Lüftungstechnik, gezielte Schulungen und die Möglichkeiten, alle entscheidenden Anlageteile der Haustechnik mit geeigneten Reglern einfach zu vernetzen sind aus unserer Sicht dabei die Vorteile für das Fachhandwerk“, resümiert Streich, warum die Unterstützung der Industrie heute so wichtig ist und ergänzt: „Zum Beispiel ist der einfache, zentrale Zugang zur gesamten Anlagentechnik für die Fernwartung und Diagnose eine entscheidende Voraussetzung, um die Wirtschaftlichkeit für die Nutzer aber auch das Fachhandwerk zu gewährleisten“, betont der erfahrene Installateur- und Heizungsbaumeister die Bedeutung einer übergeordneten Regelungstechnik der Haustechnik.

Dass eine solche Systemintegration zugleich auch die Energieeffizienz steigert, spiegelt sich außerdem in der Ökodesign-Richtlinie (ErP) der Europäischen Union wider. Allein durch den Einsatz einer bedarfsgerechten Regelung verbessern sich oft die Einstufung der Energieeffizienzklasse und folglich die realen Verbrauchswerte.