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Was ist ein Dreiwegeventil?

Das Dreiwegeventil ist in der Heiztechnik ein sogenanntes Mischventil, das über zwei Eingänge und einen Ausgang verfügt. Es dient dazu, zwei Volumenströme zu regeln und am Ausgang eine Durchmischung zu erreichen oder einen Volumenstrang als Vorrang zu schalten. Bei Heizsystemen mit Warmwasser als Wärmeträger sorgt das Dreiwegeventil für die Regulation der Vorlauftemperatur. Alternativ kann es für eine Anhebung der Rücklauftemperatur sorgen.

Funktionsweise des Dreiwegeventils

Der erste Eingang am Dreiwegeventil wird von der Wärmequelle belegt. Das heiße Heizwasser strömt hier ein. Den zweiten Eingang besetzt der Heizungsrücklauf, in dem sich das abgekühlte Heizungswasser befindet, das bereits die verschiedenen Heizkörper durchlaufen hat. Am Ausgang des Ventils sitzt der Heizungsvorlauf, der zum ersten Heizkörper (z.B. Fußbodenheizung, Wandheizkörper, Badheizkörper etc.) führt. Durch die Ansteuerung mit einem Servomotor kann das Dreiwegeventil die Volumenströme der Wärmequelle und des Rücklaufs individuell regeln. In den Extrempositionen fließt jeweils entweder nur Heizwasser von der Wärmequelle oder nur Wasser vom Rücklauf in den Heizungsvorlauf. Das Ventil hat daher zwei Funktionen:

  • Durch die Beimischung von kühlerem Rücklaufwasser kann die Vorlauftemperatur gezielt auf die gewünschte Höhe gesenkt werden.
  • Die Verringerung des Rücklaufwasservolumens sorgt für die Erhöhung der Vorlauftemperatur, was wiederum die Rücklauftemperatur ansteigen lässt und für Wärmeerzeuger wichtig ist, die eine bestimmte Mindesttemperatur für den Betrieb benötigen.

Weitere Nutzungsmöglichkeit eines Dreiwegeventils

Das Dreiwegeventil kann auch dazu genutzt werden, um zwischen dem Heizbetrieb und der Warmwasserbereitung umzuschalten. In der Endstellung 1 fließt das Heizwasser ausschließlich in die Heizungsrohre, in der Endstellung 2 wird mit dem heißen Wasser lediglich das Brauchwasser erhitzt. In der Zwischenstellung sind beide Betriebsarten möglich.