Vakuumröhrenkollektor

Beim Kauf einer Solarthermieanlage stellt sich die Frage: Vakuumröhrenkollektor oder Flachkollektor? Vakuumröhrenkollektoren sind zwar teurer – erreichen dafür aber auch einen bis zu 30 Prozent höheren Wirkungsgrad. Insbesondere bei bewölktem Himmel oder niedrigen Außentemperaturen macht sich dieser höhere Wirkungsgrad deutlich bemerkbar. Dafür ist zum einen die Isolierung mittels Vakuum verantwortlich, die eventuelle Wärmeverluste reduziert. Zum anderen erzielen die rund angeordneten Absorberflächen auch bei schräg einfallender Sonne gute Wärmeerträge. Außerdem benötigt ein Vakuumröhrenkollektor circa ein Fünftel weniger Dachfläche als ein Flachkollektor.

Vakuumröhrenkollektor mit oder ohne Heatpipe

Die Absorberflächen befinden sich in den einzelnen Röhren des Kollektors. Sie sind in der Regel von einer sogenannten Heatpipe umgeben, in der sich destilliertes Wasser befindet. Die von den Absorbern aufgenommene Wärme wird über das destillierte Wasser an die Solarflüssigkeit im Sammler abgegeben. Es gibt aber auch Vakuumröhrenkollektoren ohne Heatpipe. Bei dieser Variante fließt die Solarflüssigkeit – entweder über eine Schleife oder einen Vor- bzw. Rücklauf – direkt durch die einzelnen Vakuumröhren. Sollte eine einzelne Röhre ausgetauscht werden müssen, ist immer die komplette Anlage zu entleeren. Bei der trockenen Anbindung mittels Heatpipe kann diese Röhre in wenigen Minuten durch eine neue ersetzt werden. Generell sind die Wartungskosten für einen Vakuumröhrenkollektor jedoch gering, da nur Solarflüssigkeit regelmäßig überprüft werden muss.

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