Energieausweis

Der Energieausweis gibt Auskunft darüber, wie viel Energie ein Gebäude pro Quadratmeter im Jahr benötigt. Es gibt zwei Möglichkeiten die Energiemenge zu messen: Eine verbrauchsabhängige und eine bedarfsorientierte. Die Hinweise im Energieausweis zu den Angaben über die energetische Qualität des Gebäudes müssen zeigen, auf welcher Grundlage die Berechnungen erstellt wurden und von wem die Datenerhebung durchgeführt worden ist.

Der Verbrauchsausweis gibt den Energieverbrauch auf Grundlage des Verbrauchs der vergangenen drei Jahre für Heizung und gegebenenfalls Warmwasser an. Das Ergebnis des Verbrauchsausweises ist jedoch stark vom individuellen Verhalten der Nutzer abhängig und kann deshalb deutlich schwanken. Der Bedarfsausweis ist hingegen sehr viel genauer. Er enthält Angaben zum Energiebedarf von Gebäuden, die mittels einer Analyse der Bausubstanz und der Heizungsanlage erstellt werden.

Bei der energetischen Bewertung von Nichtwohngebäuden wird im Unterschied zu Wohngebäuden eine Berechnung des Nutz-, End- und Primärenergiebedarfs für Heizung, Kühlung, Lüftung, Trinkwarmwasser und Beleuchtung vorgenommen. Geregelt ist die Ermittlung des Energiebedarfs in der DIN V 18599 Teil 1-10. Der Energieausweis darf nur von eigens dafür qualifizierten Personen ausgestellt werden.

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