Was ist ein Heizkreisverteiler?

Der Heizkreisverteiler kommt bei Flächenheizungen wie der Fußbodenheizung, der Wandheizung oder der Deckenheizung zum Einsatz. Bei dieser Art der Heizung werden die Heizungsrohre in Schleifen unter der zu beheizenden Fläche verlegt, um eine möglichst gleichmäßige Wärmeabgabe zu erreichen. Da ein Haus oder eine Wohnung mehrere Räume hat, werden die verschiedenen Heizkreise (pro Raum ein Heizkreis) in einem zentralen Verteiler zusammengeführt.

Der Vorlauf (Warmwasser von der Heizungsanlage) und der Rücklauf (abgekühltes Wasser am Ende jedes Heizkreises) treffen im Heizkreisverteiler aufeinander. Die Aufgabe des Verteilers besteht darin, für jeden Heizkreis eine gleichmäßige Wärmeverteilung zu erlauben. Damit dies möglich ist, kann jeder Heizkreis über einen hydraulischen Abgleich eingestellt werden. Flächenheizungen haben verschiedene Bauteile und unterschiedliche lange Rohrstrecken, was zu unterschiedlichen Strömungswiderständen führt. Die gleichmäßige Wärmeversorgung funktioniert aber nur, wenn die Strömungsverhältnisse ausgeglichen sind.

Die Wärmeabgabe einer Flächenheizung wird ebenfalls über den Heizkreisverteiler geregelt: Im Verteiler sitzen Stellmotoren, die von Thermostaten angesteuert werden. Der Temperaturfühler ist dabei im entsprechenden Raum angebracht und überträgt die Ist-Temperatur zum Thermostat. Bei Abweichungen von der gewünschten Temperatur verringert oder erhöht der Stellmotor den Warmwasserdurchfluss, sodass die Raumtemperatur sinkt oder steigt.

Der Heizkreisverteiler befindet sich meist in einem gut zugänglichen Verteilerschrank. Dadurch ist der hydraulische Abgleich problemlos und schnell durchführbar. Das gängige Material für die Rohre des Heizkreisverteilers ist Messing oder Edelstahl. Inzwischen gibt es aber auch Heizkreisverteiler aus faserverstärktem Kunststoff.