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Wärmepumpe statt Öl – auch für den Umweltschutz

„Geht nicht? Gibt’s nicht!“ – Mit mehr als 300 installierten Wärmepumpen weiß Heizungsbaumeister Tobias Wimmer, wovon er spricht. Auch, wenn er die Heizung in einem älteren Haus erneuern soll …

Allgemeine Informationen zum Haus und zur Heizungsanlage

Fakten zum Haus

Installierte Heiztechnik

Fakten zum Haus

  • Gebäudetyp: Zweifamilienhaus
  • Wohnfläche: 237 m²
  • Ausstattung: Radiatorenheizung / Fußbodenheizung
  • Spezifische Heizlast: 67 W/m²
  • Projektdauer: 4 Wochen

Installierte Heiztechnik

Die mussten raus! Die Zulassung der fünf Öltanks läuft in Kürze aus – sie hätten sowieso ersetzt werden müssen. Und durch gestiegenes Hochwasser-Risiko war das Risiko einer Überflutung größer geworden.

Ideal bei hohem Wärmbedarf: Kombi aus Wärmepumpe und Gas-Brennwertgerät

Wie der recht hohe Wärmebedarf von 40.000 kWh pro Jahr in einem älteren Wohnhaus mit Wärmepumpen zu stemmen ist, zeigt eindrucksvoll der Heizungstausch bei Familie W. in Olching bei München. Die präzise geplante und ausgelegte Kombination von Wärmepumpen-Kaskade, PV-Anlage und Batteriespeicher ersetzt einen Ölbrennwert-Wärmeerzeuger und sorgt komplett für wohlige Wärme und warmes Trinkwasser.

In der Wärmepumpe sieht SHK-Meister Tobias Wimmer die probate Heiztechnik für die Wärmewende im Wohnbestand. Inzwischen gibt es für ihn beim Heizungstausch „keine hoffnungslosen Fälle“ mehr; jeder einzelne Fall ist Herausforderung! Er sieht sich als Pionier regenerativer Wärmetechnik und hat mit mehr als 300 im Raum München installierten Wärmepumpen einen reichen Schatz an Erfahrung angehäuft. Die Wärmepumpe erlebe derzeit einen Boom, weil sie nicht nur im Neubau, sondern inzwischen recht problemlos auch im Bestand eingesetzt werden kann, sagt Wimmer.

Diese bereits installierte, 50 m² großen PV-Anlage erzeugt genug Strom, um die Luft/Wasser-Wärmepumpe aroTHERM plus zu betreiben.

Der Hausentwurf

Zug um Zug zum ökologischen „Musterhaus“

Das in den 60er Jahren gebaute Zweifamilienhaus von Eigentümerfamilie W. ist immer wieder sehr pfleglich saniert und renoviert worden, auch energetisch. So wurde irgendwann das Dach gedämmt, die Fenster sind ausgetauscht, und eine knapp 50 m² große PV-Anlage inklusive Batteriespeicher erzeugt regenerativen, aber bislang nur ins öffentliche Netz eingespeisten Strom. Allerdings liegt die benötigte Wärmemenge des Gebäudes mit drei Etagen und rund 240 m² Wohnfläche trotzdem bei etwa 40.000 kWh/a. Das ist recht viel – und wurde bislang von einer vergleichsweise jungen Öl-Brennwertheizung abgedeckt. Umso überraschter war Heizungsbaumeister Tobias Wimmer von der Aufgabenstellung „alte Ölheizung raus – nachhaltiger Wärmeerzeuger rein“. Aber: Zum einen war das Hochwasserrisiko am Standort gestiegen. Bei einer Überschwemmung gefährden also die fünf 1.000-Liter-Öltanks möglicherweise die Umwelt. Und zum anderen wollte der Kunde, stark ökologisch orientiert, die regenerative Energie- und Wärmeversorgung in seinem Haus deutlich weiterbringen.

Richtig viel Platz: Auf einem Bruchteil der ursprünglich für die Ölheizung benötigten Fläche wurde neben dem Multifunktionsspeicher (re.) und dem wandhängenden Elektro-Heizgerät eloBLOCK auch die komplette Hydraulik für die neue Wärmepumpen-Anlage installiert.

Das Energiekonzept

Wärmepumpen – trotz hoher Heizlast

Angesichts des hohen Wärmebedarfs wäre eine Umstellung auf Wärmepumpen „eigentlich nicht wirklich machbar und sinnvoll gewesen“, erinnert sich Wimmer. Aber nach intensiver und detaillierter Planung aufgrund genauer Berechnung des Wärmebedarfs fand der Fachmann eine tragfähige Lösung mit einer Anlagen-Kombination, die genau auf dieses Objekt zugeschnitten ist: eine Kaskade von zwei aroTHERM plus Wärmepumpen mit zwei Mal 10 kW Leistung, die PV-Anlage mit 9,2 kWp auf dem Dach für den Antriebsstrom und ein 8 kW Batteriespeicher im Keller zur Pufferung des Stroms. Dabei war die aroTHERM plus als Zweier-Kaskade von Anfang an wegen ihres geringen Installationsaufwands gesetzt: „Über die Kaskadierung und die rein technisch mögliche Vorlauftemperatur von bis zu 75 °C ist so eine Anlage für Bestands-Objekte optimal. Denn so bleibt mit Blick auf das Wärmeverteilsystem, inklusive Heizkörpern, genügend Luft für eine energieeffiziente Auslegung“, sagt Tobias Wimmer. Im Ergebnis genügen jetzt die 20 kW der beiden Wärmepumpen für die komplette Wärme- und Warmwasserversorgung; ein zusätzlich installiertes Elektro-Wandheizgerät vom Typ eloBLOCK dient nur als Sicherheits-Backup.

Die beiden Luftkollektoren der Wärmepumpen-Kaskade wurden hochwassergeschützt an einem Nebengebäude montiert. Und die ohnehin niedrigen Laufgeräusche sind so im Wohnhaus gar nicht mehr zu hören.

Die Kosten-Nutzenbetrachtung

Gut für Umwelt, Konto und Image

Aufgrund des hohen Grundwasserspiegels in Olching wäre übrigens auch eine Sole/Wasser-Wärmepumpe möglich gewesen. Und vor fünf Jahren hätte sich Tobias Wimmer auch dafür entschieden: „Um die Wärmeleistung zu erreichen, hätten wir dann auf jeden Fall zu einer Wasser/Wasser- oder Sole/ Wasser-Variante greifen und die Kosten für die Erdarbeiten, wie zum Beispiel einen Kollektorkorb, in Kauf nehmen müssen. Durch die neue Generation an leistungsstarken Luft/Wasser-Anlagen können wir uns das jetzt aber im wahrsten Sinne des Wortes sparen. Zudem arbeiten die hier installierten Luft/Wasser-Wärmepumpen modulierend, was für eine perfekte Anpassung der Heizleistung der Wärmepumpe an den Gebäudewärmebedarf sorgt.“

Nicht zuletzt verschafft die Wärmepumpe auch einen Image-Gewinn, weiß Wimmer: „Hausbesitzer sind zunehmend stolz auf ihre nachhaltige Wärmeanlage – und zeigen das gerne immer öfter. Die Wärmepumpe wird also, ähnlich eines E-Autos wie dem Tesla, zu einem Status-Symbol!“

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