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„Nordhaus“-Bungalow mit Wärmepumpe und PV-Anlage nahezu CO2-neutral

Der Immobilienmarkt ist bundesweit gesehen überhitzt. Speziell in den Ballungszentren erreichen die Mieten Rekordhöhe. In Kombination mit historisch niedrigen Hypothekenzinsen bringt das vor allem junge Bauherrn sowie Best Ager auf den Gedanken, doch gleich selber zu bauen. Mit einer interessanten Verschiebung in der Gewichtung, was ein solcher Neubau leisten können muss – zeigt das Beispiel eines Bungalows, den „Nordhaus“ (Kürten) für diese Zielgruppen konzipiert hat.

Die Typologisierung des Eigenheim-Baus hierzulande ließ sich lange Zeit fast schon klischeehaft abbilden. Das kleine Reihenhaus mit zwei, maximal drei Geschossen für die junge Familie, das freistehende 300-m²-Objekt mit viel Grundstück für das arrivierte Publikum, und dazwischen jede Menge architektonisch mehr oder weniger gelungene Ein- bis Zweifamilienhäuser in qualitativ eher kostengünstigerer Bauweise für den aufstrebenden „Mittelstand“ mit Entwicklungspotenzial nach oben …

Die Zeiten sind vorbei. Die allgemeine Bauland-Knappheit mit horrenden Quadratmeterpreisen hat dazu beigetragen, vor allem aber die immer spezifischeren Wünsche der Bauherren an ihre Traumimmobilie. Komfort, Bequemlichkeit und lichtdurchflutete Räume, zudem grundlegende ökologische Aspekte sind für sie heutzutage wichtiger als die Außenwirkung, Folgekosten müssen berechenbar niedrig sein, und die Architektur wird eher durch Anlehnungen an das Bauhaus geleitet als von der schweren Opulenz des Landhaus-Stils.

Fast schon exemplarisch wird das an einem neu konzipierten Bungalow von „Nordhaus“ deutlich, den der traditionsreiche Fertighaushersteller jetzt als Musterhaus am Stammsitz in Kürten errichtet hat: Es hat knapp 130 m³ Grundfläche – aber einen bemerkenswert gegliederten Baukörper, der ganz klar die Nutzungsbereiche Essen/Wohnen und Schlafen/Wellness voneinander trennt. Praktischerweise sind dadurch automatisch die Wegeflächen auf das absolut notwendige Minimum reduziert. Deutlich wird das auf den ersten Blick durch die beiden Pultdächer auf den „Gebäudeflügeln“ des Neubaus und den verbindenden Eingangsbereich mit Flachdach.

Höchste Effizienz für KfW-Effizienzhaus 40 Plus

Eine überraschende Architektur als Ausdruck eines überaus interessanten Hauskonzeptes: der neue, fast CO2-neutral bewohnbare Bungalow-Typ von „Nordhaus“. (Foto: Nordhaus)

Trotz dieser vergleichsweise aufwändigen Architektur hat „Nordhaus“ bei dem Bungalow den Energiestandard KfW-Effizienzhaus 40 Plus erreicht. „Viel weniger“, sagt Geschäftsführer Holger Cürten, „akzeptieren speziell die jüngeren, ökologisch bewussten Bauherrn mittlerweile nicht mehr. Gleichzeitig wollen sie aber auch eine überzeugende, idealerweise aus der Umgebung herausragende Architektur – selbst wenn die sich energetisch nachteilig auswirkt.“

Um trotz der großen Glasflächen und der im Vergleich zur Grundfläche üppigen Kubatur das „KfW-40-Plus“-Niveau zu erreichen, setzt „Nordhaus“ zum einen bei der Bauqualität an. 200 mm Holzständerwerk mit entsprechender Mineral- oder Zellulosedämmung sind die Basis, darauf dann 15 mm Gipsfaserplatte plus Wärmedämmverbundsystem und Mineralputz, und das Ganze wird beim Bau güteüberwacht, um auch nicht die kleinste Leckage in der dichten Gebäudehülle zu riskieren. Der zweite Hebel, den „Nordhaus“ für die optimale Energieeffizienz – und gleichzeitig ein Höchstmaß an Komfort – ansetzt, ist dann aber schon die Anlagentechnik: „Die beste Energie ist zweifellos die, die nicht benötigt wird“, weiß auch Holger Cürten: „Aber der verbleibende Rest, den wollen wir ökologisch möglichst vorbildlich erzeugen und möglichst effektiv nutzen.“

Im neuen Bungalow wurde deswegen eine Luft/Wasser-Wärmepumpe vom Typ „aroTHERM Split“ mit dem „Unitower“ als Inneneinheit installiert. Die Wärmepumpe gewinnt etwa 75 Prozent ihrer 5 kW Leistung aus der Außenluft, der Rest kommt als Antriebsenergie bevorzugt über die PV-Anlage (3,3 kWp) auf dem eigenen Hausdach. Erzeugt die Anlage mehr Strom als momentan benötigt, wird der Überschuss im Hauswirtschaftsraum automatisch in einem Batteriespeicher gepuffert. Verkaufsberater Rolf Blum: „Dieses Konzept überzeugt, weil die Bauherrn damit ganzjährig energetisch unabhängig und fast CO2-neutral unterwegs sind. Zudem bauen sämtliche Komponenten besonders kompakt, so dass die meiste Fläche im Hauswirtschaftsraum auf jeden Fall für Waschmaschine und Trockner frei bleibt.“

Zumindest für die Nachbarn aber dürfte noch ein weiteres Argument zählen, mit dem Hersteller Vaillant die Luft/Wasser-Wärmepumpe „aroTHERM Split“ vermarktet, und zwar die Geräuschentwicklung bzw. das kaum wahrnehmbare Betriebsgeräusch, das diese Wärmepumpen noch haben. Blum: „In hoch verdichteten Baugebieten ist das immer ein Thema. Denn nichts nervt an lauen Sommerabenden mehr als ein knapp unterhalb der bewussten Wahrnehmungsschwelle liegendes Kompressorgeräusch. Die hier eingesetzte Technologie hat das Arbeitsgeräusch aber so weit reduziert, dass es schon in einem Meter Abstand nicht mehr zu hören ist.“

Die 5 kW Leistung der Wärmepumpe reichen auf jeden Fall mehr als aus, um das Gebäude über die Flächenheizung bedarfsgerecht zu erwärmen – oder über den reversiblen Betrieb im Sommer sogar zu kühlen. Für den gewünschten Warmwasserkomfort verfügt die Inneneinheit über einen integrierten 190-Liter-Speicher. Das reicht problemlos für einen 4-Personen-Haushalt aus, oder für eine Wellness-Duschanlage in dem direkt angrenzenden, großzügigen Badezimmer …

Komfortable Digitalisierung

Smart Home als technisches Gimmick oder als zukunftsweisender Trend? „Nordhaus“-Geschäftsführer Cürten hat dazu eine klare Meinung: „Perspektivisch wird die Steuerung per Tablet und Apps zur Grundausstattung eines jeden Neubaus gehören.“

Dass sich diese Technik weitestgehend „ferngesteuert“, via Home Automation-System und App kontrollieren und bedienen lässt, versteht sich dabei fast von selbst. Holger Cürten: „Viele der potentiellen Käufer unserer Häuser sind, unabhängig vom Alter, technikaffin. Deswegen gehört auch ein BUS-System für die Steuerung von Beleuchtung, Rollläden und Sicherheitstechnik fast schon zum Standardangebot.“ Im Musterhaus wurde diese Smart-Home-Technologie sogar um eine Sprachsteuerung erweitert, die auch die Entertainment-Systeme einbezieht.

„Ganz so weit ist die Technische Gebäudeausrüstung mit Heizung, Klima und Lüftung hier zwar noch nicht“, so Vaillant Key Account Manager Andreas Seber: „Die Leistungswerte der Wärmepumpe oder der PV-Anlage aber wollen und können die Hausherrn schon zumindest am zentralen Bedienelement der Steuerung, noch besser aber auf dem Smartphone per App auslesen. Das schärft zugleich das Bewusstsein für Energieverbräuche und Effizienz –spart damit automatisch wieder Energie.“

Gebäudeautomation als „Muss“

Dass ein solches, ökologisch und technologisch zukunftsweisendes Hauskonzept im Übrigen nicht unbedingt die Baukosten nach oben treiben muss, wenn es von Anfang an aufeinander abgestimmt ist, zeigt im Übrigen ein Blick in die Preisliste von „Nordhaus“. Trotz der hohen Bauqualität liegt der Quadratmeterpreis für den Bungalow in der Grundausstattung nur bei etwa 2.000 Euro, in der Vollausstattung mit Smart Home-Technologie, komplett BUS-gesteuerter Haustechnik und „Gimmicks“ wie per Knopfdruck automatisch abblendenden Scheiben in Bad und WC bei etwa 3.000 Euro. „Auf den ersten Blick ist das prozentual zwar erheblich“, so Holger Cürten: „Die Investitionssumme relativiert sich aber sofort wieder über die Energieeinsparungen und über den Komfortgewinn. Zudem haben die Smart Home-Objekte eine deutlich höhere Werthaltigkeit als konventionelle Immobilien, denn perspektivisch werden Gebäudeautomation und eine möglichst unabhängige Versorgung für jeden Neubau schon sehr bald zur Grundausstattung gehören!“

Weitere Informationen unter www.nordhaus.de