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Jagdhaus Eiden

Das Jagdhaus Eiden ist eine 4-Sterne-Superior-Residenz mit eigenem Bootsanleger und Privatstrand am Zwischenahner Meer. Familie von der Brügge führt es in vierter Generation – im Einklang mit der Natur.

Daher war es selbstverständlich, für den Neubau des etwa 1.000 m² großen „EidenSpas“ eine umweltfreundliche Wärmegewinnung zu wählen: eine Kombination aus Erdwärmepumpe, Solarthermie und vorhandenem Heizkessel. Die 46 kW Wärmepumpe geoHTERM bezieht über sieben Sonden aus fast 100 Metern Tiefe ressourcenschonende Erdwärme – gleichmäßig über das gesamte Jahr. Die fast ideal nach Süden ausgerichteten Flachkollektoren auroTHERM steuern bei einem Wirkungsgrad von 84 Prozent mindestens 525 kWh/a Wärme pro Quadratmeter zur Warmwasserbereitung bei. Die Wärmepumpe wurde auf einen 800 Liter fassenden Pufferspeicher für die Versorgung der Fußbodenheizung aufgeschaltet. Solarthermie- und bestehende Heizanlage bedienen einen weiteren 1.250 Liter-Speicher für die gesamte Warmwasserversorgung.

Die Erdwärme im Jagdhaus am Meer

Und der See ist ein Meer – ein Meer, mitten im Binnenland. Knapp 100 Kilometer vom „echten“ Meer entfernt. Das ausgerechnet hier nicht Meer heißt, sondern See, Nordsee. Und so letztlich doch dem nur 5,3 km² großen Zwischenahner Meer zumindest den nominellen Vortritt in der Wahrnehmung der Touristen lässt. Doch gerade diese Überschaubarkeit, diese Ruhe ist ein wesentliches Pfund, mit dem Bad Zwischenahn wuchert. Auf hohem Niveau, mit Golfplatz und Spielkasino, mit namhaften Ausstellungen beispielsweise im nahen Oldenburg – und mit dem Jagdhaus Eiden.

Wohlfühlen mit Stil

Die 4 Sterne Superior-Residenz mit eigenem Bootsanleger und Privatstrand liegt in idyllischer, 10 Hektar großer Parklandschaft. Seit 1902 von Familie zur Brügge geführt hat sich das traditionsreiche Haus in vierter Generation „Wohlfühlwohnen mit Stil“ auf die Fahnen geschrieben: individuell im mediterranen Look eingerichtete Zimmer, das von Sternekoch Kai Klinkel geführte Gourmet-Restaurant „Apicius“, der großzügige Spa-Bereich mit den diversen Saunen, mit Beauty-Behandlungen und Panoramablick ins Grüne bilden den passenden Rahmen für ungezwungene Erholung in anspruchsvollem Ambiente.

Im Einklang mit der Natur

Das Faszinierende daran: All dies geschieht in einem bemerkenswerten Einklang mit der reizvollen Natur „umzu“, wie der Ammerländer sagt. Denn Silke und Gerd zur Brügge haben das stilvolle Haus nicht nur behutsam und mit Sinn für Schönheit saniert, sondern genau so ökologisch Akzente gesetzt: „Gerade bei der Erweiterung um den etwa 1.000 m² großen ,EidenSpa’ wäre es beispielsweise unverantwortlich gewesen, angesichts des hohen Energiebedarfs nicht über umweltfreundliche Wärmegewinnung nachzudenken,“ nennt Silke zur Brügge einen maßgeblichen Ansatzpunkt bei der jüngsten Erweiterung des Hotels. Mit Volker Belz von „Belz Haustechnik“ (Edewecht) konnte dabei ein ausgewiesener Fachmann für solche Aufgabenstellungen ins Boot geholt werden: Er kannte den Gebäudekomplex, hatte bereits zahlreiche frühere energetische Einsparmaßnahmen umgesetzt – und entwickelte für den Neubau ein Konzept aus Erdwärmepumpe, Solarthermie und Einbindung des vorhandenen Heizkessels. Heute deckt diese Kombination den gesamten Wärme- und Warmwasserbedarf des „EidenSpa“ ab.

Ideale Bedingungen für Erdwärmepumpe und Solarthermie

Zentrale Schnittstelle des Wärmekonzeptes ist die 46 kW Wärmepumpe geoTHERM von Vaillant. Aus fast 100 Metern Tiefe bezieht sie über sieben Sonden ressourcenschonende Erdwärme – und das gleichmäßig das ganze Jahr über. Der Grund: Das nur einen Steinwurf entfernte Bad Zwischenahner Meer sorgt für einen hohen Grundwasserspiegel auf absolut konstantem Temperaturniveau; gleichzeitig ist der durchwachsene Klei-/Moor-Boden ausgesprochen bindig.

Dieser Wärmeeintrag reicht aus, den Wärmebedarf für die Fußbodenheizung im Neubau abzudecken. Für alles andere strahlt die Sonne über dem Binnenmeer, dem Ammerland und dem Dach des Jagdhaus Eiden: Fast ideal nach Süden ausgerichtet wurden darauf acht Flachkollektoren auroTHERM installiert. Das sind gut 20 m² Brutto-Kollektorfläche, die bei einem Wirkungsgrad von 84 Prozent mindestens 525 kWh Wärme pro Quadratmeter und Jahr zur Warmwasserbereitung im „EidenSpa“ beisteuern.

Zwei Speicher unterstützen das System

Damit die regenerativ gewonnene Wärme ideal zur Verfügung steht, wurde die Wärmepumpe auf einen 800 Liter fassenden Pufferspeicher für die Versorgung der Fußbodenheizung aufgeschaltet. Die thermische Solaranlage wiederum bedient, wie die bestehende Heizanlage, einen weiteren 1.250 Liter-Speicher für die gesamte Warmwasserversorgung.

Installation der Wärmepumpe unter Treppenabsatz

Eine besondere Herausforderung stellte dabei die Installation des Systems dar, denn erstens gab es trotz Neubau mangels Keller keinen rechten Platz für die Erdwärmepumpe geoTHERM. In enger Anlehnung an den Pufferspeicher arbeitet sie daher heute gewissermaßen unter einem Treppenabsatz; die notwendige Hydraulik musste an der gegenüberliegenden Wand platziert werden. Zweitens galt es, die Umschaltung der bestehenden Teile des Spa-Bereichs unterbrechungsfrei im laufenden Betrieb vorzunehmen. Dazu gehörte beispielsweise die Anbindung an bereits vorhandene Flächenheizungen, die erst jetzt – im nächsten „Bauabschnitt“ – ausgewechselt werden.

Umschaltung von Flächenheizungen ohne „Netz und doppelten Boden“

Volker Belz ist von dem Wärme-Konzept auf jeden Fall so überzeugt, dass er in dem Wellness-Hotel „ohne Netz und doppelten Boden“ arbeitete: Während andernorts zur Absicherung der Wärmeversorgung beispielsweise noch ein Brennwertkessel in „Stand by“-Schaltung für den Notfall bereitsteht, wurde im „EidenSpa“ sogar der sonst zur Nachheizung obligatorische Elektro-Heizstab aus dem Pufferspeicher ausgebaut! Belz: „Durch unsere langjährige Erfahrung in der Installation von Vaillant Erdwärmepumpen sind wir sicher – und selbstbewusst – genug, dass die Anlage garantiert dauerhaft zuverlässig funktioniert. Das können wir gegenüber unserem Kunden durch den Ausbau des Heizstabes optimal dokumentieren, denn so ist definitiv sichergestellt, dass auch nicht unbemerkt mit Strom nachgeheizt wird.“

Ganzheitliche Betrachtung von Wärmeerzeugung und Wärmeverteilung

Eine wesentlich größere Herausforderung stellt demgegenüber die Wärmeverteilung dar. Durch die gute Gebäudedämmung und die großzügigen Fensterflächen kommt es nämlich gerade im Sommer trotz der niedrigen Heizungs-Vorlauftemperaturen teilweise zur Überwärmung bestimmter Räume. Gerd zur Brügge wird aber zweifellos auch dieses Problem lösen, wahrscheinlich mit entsprechenden Beschattungen, die automatisch ausgefahren werden. Zugleich ist das für ihn aber ein typisches Beispiel, wie ganzheitlich das Thema Wärmeerzeugung und Wärmeverteilung in einem solchen Haus gesehen werden muss: „Durch die steten Erweiterungen und Ausbauten sind in der Haustechnik diverse ‚Insellösungen’ entstanden. So gibt es allein vier kleine Heizzentralen, die aber aus baulichen Gründen nicht zu einer – beispielsweise mit einem Mini-BHKW – zusammengelegt werden können. Also ist bei jedem Ausbau- oder Modernisierungsschritt im Detail zu prüfen, wo energetische Optimierungen möglich sind und wie die idealerweise noch verknüpft werden können.“

Geschult im sparsamen Umgang mit der umweltfreundlich erzeugten Heizenergie

Beim Austausch von Fenstern bedeutet das beispielsweise generell den Einsatz von Wärmeschutzverglasung, in den Saunen den Einbau einer nutzergesteuerten Lüftung (um Leerlauf-Verluste zu vermeiden) oder die Ausstattung aller Außentüren mit Schließern, um das Entweichen der Warmluft zu verhindern. Letztlich aber, so Gerd zur Brügge, muss solch eine Energie bewusste Haltung auch immer „gelebt“ werden. Und so schulen er und seine Gattin regelmäßig die rund 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, oder sie stellen Arbeits- und Handlungspläne auf, wie die Heizungsregelungen in den Zimmern, Fluren oder Konferenzräumen einzustellen sind, um ohne Komfortverlust so sparsam wie möglich mit der umweltfreundlich erzeugten Heizenergie umzugehen.

Ob sich das im Einzelnen alles rechnet? Nicht unbedingt, weiß auch Gerd zur Brügge. Aber es gibt auch Werte, denen man aus Überzeugung verpflichtet ist. Aus Tradition und Verbundenheit zur Scholle; in der vierten Generation, in dem schönen Haus am Meer.