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Photovoltaikmodule: Wie funktionieren Photovoltaikmodule eigentlich?

Photovoltaikmodule wandeln die jederzeit frei verfügbare Sonnenenergie in Strom um

Somit ist Photovoltaik nicht nur die perfekte Ergänzung zur Stromerzeugung aus Kohle und Gas, sondern auch eine Alternative zur Atomkraft. Photovoltaikmodule können bundesweit effizient betrieben werden und liefern selbst bei bewölktem Himmel Strom.

Photovoltaikmodule bestehen aus Photovoltaikzellen

Die Photovoltaikzelle wiederum ist ein Halbleiter, der aus zwei unterschiedlich dotierten Siliziumschichten besteht. Diese sind durch eine Grenzschicht getrennt. Bei der oberen, der Sonne zugewandten und negativ dotierten Schicht herrscht Elektronenüberschuss, während die untere, positiv dotierte Schicht zu wenige Elektronen aufweist. So entsteht an der Grenzschicht ein elektrisches Feld, das beide Ladungen trennt. Fällt nun Sonnenlicht auf die Photovoltaikzelle, werden Ladungen aus den beiden Schichten freigesetzt. Durch die Trennung an der Grenzschicht entsteht elektrische Spannung. Wird jetzt der Stromkreis zwischen den beiden oberen und unteren Polen geschlossen, fließt Strom.

Photovoltaikmodule sind das Herzstück der Photovoltaikanlage

Zur Stromerzeugung werden die Photovoltaikmodule (1) in Richtung Sonne aufgestellt. Sie sind das Herz der Photovoltaikanlage, denn hier wird die Sonnenenergie in Strom umgewandelt. Um den erzeugten Gleichstrom nutzen zu können, wandelt ihn ein Wechselrichter (2) in Wechselstrom um. Der Stromzähler (3) misst die Menge an Strom, den Sie gegen Vergütung ins öffentliche Stromnetz einspeisen. Der Bezugszähler misst die Menge an Strom, die aus dem Netz beziehen.

Photovoltaikmodule rechnen sich

Photovoltaikstrom wird in Deutschland gemäß Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vergütet. Da Ihre Erzeugungskosten (Einspeisevergütung) schon heute deutlich unter den marktüblichen Preisen für elektrische Energie liegen, ist es für Sie günstiger, Ihren Strom selbst zu verbrauchen als ihn ins Netz einzuspeisen und Strom zu kaufen. So machen Sie sich mit eigenen Photovoltaikmodulen nicht nur unabhängiger von steigenden Strompreisen. Sie entlasten auch das Stromnetz, da Sie Ihren Strom vor Ort erzeugen und verbrauchen.

Photovoltaikmodule sind ein sicheres Investment

Mit Photovoltaikmodulen können Sie Strom auf dem eigenen Dach schon für ca. 15 Cent pro Kilowattstunde erzeugen. Zum Vergleich: Der Strom vom Energieversorger kostet private Haushalte aktuell (Dezember 2014) im Durchschnitt zwischen 25 und 30 Cent, Tendenz steigend. Dies hat zur Folge, dass neue Photovoltaikmodule bei hohem Eigenverbrauch schon in wenigen Jahren selbsttragend sein werden – auch ohne staatliche Förderung.

Photovoltaikmodule bringen Ihnen Steuervorteile ein

Selbst private Betreiber von Photovoltaikanlagen gelten als gewerbliche Stromproduzenten. Dies ermöglicht es Ihnen, gezahlte Umsatzsteuer zurückzufordern und Ihre Einkommenssteuer durch Abschreibung Ihrer Anlage zu reduzieren. Lassen Sie sich von einem Steuerberater beraten – es lohnt sich!

  • Umsatzsteuer
    Da Sie bei Versorgung eines Ein- oder Zweifamilienhauses mit Photovoltaikstrom in der Regel weniger als 17.500 EUR/Jahr umsetzen, gelten Sie als Kleinunternehmer, der von der Umsatzsteuer befreit ist. Doch es lohnt sich, auf dieses Privileg zu verzichten. Denn bei Abgabe der Umsatzsteuervoranmeldung erhalten Sie die 19 Prozent Umsatzsteuer, die Sie bei Anschaffung und im laufenden Betrieb (Wartungs- und ggf. Reparaturkosten) Ihrer Anlage zahlen, zurückerstattet.
  • Einkommensteuer
    In Ihrer Einkommenssteuererklärung müssen Sie den Gewinn bzw. Verlust angeben, den Sie als gewerblicher Stromproduzent erzielt haben. Sind Sie als Kleinunternehmer mit weniger als 17.500 EUR Umsatz jährlich tätig, dann reicht eine formlose Gegenüberstellung der Einnahmen und Ausgaben.
  • Abschreibung
    Als gewerblicher Betreiber einer Photovoltaikanlage können Sie Ihre Anschaffungskosten 20 Jahre lang abschreiben – entweder linear oder degressiv: Die lineare Abschreibung beträgt jährlich 5 Prozent der Anschaffungskosten. Die degressive Abschreibung beträgt jährlich 12,5 Prozent des rechnerischen Restwertes. Unabhängig von der Abschreibungsart erkennt das Finanzamt im ersten Jahr eine Sonderabschreibung von 20 Prozent der Anschaffungskosten an.

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