Diese Seite verwendet Cookies, um Ihnen ein optimal auf Ihre Interessen zugeschnittenes Besuchserlebnis bieten zu können. Durch Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit Verwendung unserer Cookies einverstanden. Detailliertere Informationen zur Verwendung der Cookies und wie Sie Ihre Einwilligung jederzeit widerrufen können, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Ok

Was ist Brennwerttechnik?

Geräte mit Brennwerttechnik nutzen zusätzlich zur messbaren Wärmeenergie des Abgases die im Wasserdampf enthaltene (latente) Wärmenergie, die ansonsten durch den Schornstein verloren geht (vgl. Abgasverlust). Der Abgasverlust wird dadurch geringer, und somit verbraucht das Brennwertgerät weniger Energie (vgl. Energieeffizienz).

Wie funktioniert Brennwerttechnik?

In Brennwertgeräten wird dieser im Abgas enthaltene Wasserdampf meistens über Edelstahl-Wärmetauscher verflüssigt. Damit der Wasserdampf kondensieren kann, muss er auf eine Temperatur abgekühlt werden, die unterhalb des sogenannten Taupunktes liegt. Dies wird erreicht in dem über die großen Edelstahl-Wärmetauscher und niedrige Rücklauftemperaturen des Heizungssystems das Abgas gekühlt wird. Zur effektivsten Nutzung dieser Brennwerttechnik sollte das Heizungssystem deshalb für niedrige Wassertemperaturen (Vorlauf-/Rücklauftemperatur) ausgelegt sein.

Erfordert Brennwerttechnik eine spezielle Abgasleitung?

Da der Wasserdampf des Abgases kondensiert, müssen auch die Abgaswege entsprechend hierfür geeignet sein. In der Praxis wird hierfür in den meistens vorhandenen Schornsteinzug des alten Heizgerätes eine entsprechende Kunststoff-Abgasleitung vom Fachhandwerker eingezogen. Die erzielbaren Nutzungsgrade bei Heizgeräten wurden in Deutschland bisher nur auf den sogenannten Heizwert (Hi) des Energieträgers (z. B. Gas) bezogen angegeben, daher ergaben sich bei Brennwertgeräten hier rechnerische Nutzungsgrade von über 100 Prozent. Heute werden diese Nutzungsgradwerte auch in Deutschland auf den sogenannten Brennwert (Hs) bezogen und liegen damit bei Werten bis zu 99 Prozent (Hs).

zurück zur Rubrik A-B | zurück zum Heiztechniklexikon