Suchen
Häufige Fragen HelpCenter

Mit BEG EM zur neuen Heizung: Hohe Förderung für den Umstieg auf Wärmepumpe*

Die Richtlinie der Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen (BEG EM): BAFA zahlt hohe Zuschüsse für den Heizungstausch

Es ist erstaunlich: Das Durchschnittsalter der Autos in Deutschland beträgt knapp 10 Jahre, das der Heizungen hingegen 22 Jahre. Dabei ist der technische Fortschritt auch in der Heiztechnik enorm – in puncto Energieeffizienz, Umweltentlastung und Komfort. Das triff insbesondere auf Wärmepumpen zu. Daher liegt der Schwerpunkt der überarbeiteten BEG EM auf dem Heizungstausch: weg von fossilen Brennstoffen, hin zu erneuerbaren Energien. Diese Einzelmaßnahme wird durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) mit hohen Zuschüssen gefördert.

Welche Heizungen werden 2022 gefördert?

Die BEG EM zahlt nur noch Zuschüsse für Heizungen, die erneuerbare Energien nutzen. Daraus ergeben sich neue Förderprinzipien für Einzelmaßnahmen:

  • Der Heizungstausch wird prozentual höher gefördert als Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle.
  • Die Sonder-Prämie von 10 Prozent für den Austausch von Ölheizungen wird ausgeweitet auf Gasetagenheizungen und zentrale Gasheizungen, die 20 Jahre und älter sind.
  • Die Förderung von Wärmepumpen ist gestaffelt. Wärmepumpen, die Geothermie – das heißt Erde oder Grundwasser nutzen – erhalten eine um 5 Prozent höhere Förderung als Luft/Wasser-Wärmepumpen. Der Grund: Geothermie ist als Wärmequelle effizienter, verursacht jedoch Erschließungskosten.
  • Förderfähige Wärmeerzeuger müssen ab dem 1. Januar 2023 eine Energieverbrauchs- und Effizienzanzeige haben. Die Darstellung aktueller Verbräuche und der Vergleich mit zurückliegenden Heizperioden soll helfen, das eigene Verhalten zu optimieren. (siehe Kasten).
  • Die Optimierung bestehender Heizungen, unabhängig vom eingesetzten Energieträger, wird weiterhin gefördert. (Was zu einer Heizungsoptimierung gehört, erfahren Sie hier).

Echte Klarheit: Die Energieverbrauchs- und Effizienzanzeige von Vaillant

Die Lösung von Vaillant einer Energieverbrauchs- und Effizienzanzeige erfüllt weit mehr als die Förderbedingungen für Wärmepumpen. Sie erhalten damit ein echtes Werkzeug zur Optimierung Ihres Heizsystems. Beispielsweise erlauben die technischen Vorgaben des BAFA eine solche Anzeige mit einigen Pauschalwerten zu realisieren. Mit Vaillant erhalten Sie hingegen echte Klarheit durch reale Messdaten:

Der witterungsgeführte Regler sensoCOMFORT misst die tatsächlichen Innen- und Außentemperaturen. In Relation mit dem entsprechenden Energieverbrauch gesetzt, ist diese Effizienzanzeige wirklich aussagekräftig. Außerdem fließen weitere Betriebsdaten der Wärmepumpe ein. Zur Verknüpfung aller Werte ist die Installation des Internetmoduls sensoNET erforderlich. Klar und übersichtlich können Sie dann alle Daten auf Ihrem eigenen mobilen Gerät analysieren – mit der intuitiven myVAILLANT App.

 

Die nachstehende Tabelle zeigt, welche Einzelmaßnahmen eine BEG-Förderung erhalten und wie hoch die BAFA-Zuschüsse im Detail sind:

WärmepumpeWärmepumpe mit
Gas-Brennwert⁵
SolarthermieEE-HybridEE-Hybrid
mit Biomasse
BiomasseWärme-/
Gebäudenetz-
anschluss
Heizungs-
optimierung
Anlagen-
technik⁶
Gebäudehülle⁷
Standard-Zuschuss25 %25 %25 %25 %20 %10 %25 %15 %15 %15 %
Heizungs-Tausch-Prämie¹ 10 %--10 %10 %10 %10 %---
iSFP -Bonus²-------5 %5 %5 %
Effizienz-Bonus³5%5 % -5 %5 %5 %----
Max. Fördersatz⁴40 %
(24.000 €)
30 %
(18.000 €)
25 %
(15.000 €)
40 %
(24.000 €)
35 %
(21.000 €)
25 %
(15.000 €)
35 %
(21.000 €)
20 %
(12.000 €)
20 %
(12.000 €)
20 %
(12.000 €)
Max. förderfähige Kosten⁴ 60.000 € je Wohneinheit

¹Bonus für den Austausch von funktionstüchtigen Öl-, Kohle- und Nachtspeicherheizungen sowie von funktionstüchtigen Gasheizungen, wenn deren Inbetriebnahme zum Zeitpunkt der Antragsstellung mindestens 20 Jahre zurückliegt. Für Gasetagenheizungen wird der Bonus unabhängig vom Zeitpunkt der Inbetriebnahme gewährt. Nach dem Austausch darf das Gebäude nicht mehr mit fossilen Brennstoffen im Gebäude oder gebäudenah beheizt werden.

²Voraussetzung für iSFP-Bonus: Die Sanierungsmaßnahme ist Teil eines geförderten individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP).

³Bonus für Wärmepumpen, wenn als Wärmequelle Wasser, Erdreich oder Abwasser erschlossen wird oder Bonus für besonders emissionsarme Biomasse Anlagen.

⁴Bezogen auf max. Investitionssumme von 60.000 Euro je Wohneinheit. Umfeldmaßnahmen sind ebenfalls förderfähig.

⁵Die Wärmepumpe als Einzelgerät ist im Verbund mit einem Gas-Brennwertgerät förderfähig, wenn die Gasheizung nur zur Deckung von Lastspitzen dient. Gas-Hybridheizungen als integrales Heizsystem in einem Gerät erhalten keine Förderung mehr.

⁶Einbau/Austausch/Optimierung von Lüftungsanlagen, Einbau „Efficiency Smart Home.

⁷Dämmung von Außenwänden, Dach, Geschossdecken und Bodenflächen, Austausch von Fenstern und Außentüren, sommerlichen Wärmeschutz.

Privatleute können die förderfähigen Kosten inklusive Mehrwertsteuer geltend machen. Freiberufler oder Unternehmen, die vorsteuerabzugsberechtigt sind, können nur die Nettokosten angeben. Der Höchstbetrag ist 60.000 Euro pro Wohneinheit, einschließlich Umfeldmaßnahmen (siehe FAQ „Was sind förderfähige Maßnahmen?“.

Wie Sie den iSFP-Bonus von 5 Prozent erhalten, erfahren Sie in unserem Ratgeber „Der individuelle Sanierungsfahrplan iSFP: bringt mehr Geld als er kostet“.

Was zählt laut BEG EM zu den förderfähigen Kosten?

Zu den förderfähigen Kosten zählt die BEG EM nicht nur die Anschaffungskosten des Heizsystems, sondern ebenso die sogenannten Umfeldmaßnahmen und die Inbetriebnahme.

In die Anschaffungskosten eingeschlossen sind außer dem Beschaffungspreis der Heizung auch die Installation und dazugehörige Montagearbeiten. Tauschen Sie Ihre alte Heizung gegen eine Wärmepumpe, die die Erde oder das Grundwasser als Wärmequelle nutzt, zählen auch die Erd- und Bohrarbeiten zu den förderfähigen Gesamtkosten. Das Gleiche trifft auf Fundamentarbeiten zur Aufstellung der Außeneinheit einer Luft/Wasser-Wärmepumpe zu. Bei der Installation einer Solarthermieanlage wird zum Beispiel auch der Gerüstbau den förderfähigen Kosten zurechnet. Denn der ist erforderlich, um die Solarkollektoren auf das Dach zu bekommen.

Zu den Umfeldmaßnahmen gehören außerdem alle Arbeiten, die beim Austausch einer Ölheizung oder Gasheizung anfallen: Die Demontage und Entsorgung des Öltanks inklusive der Beseitigung eventueller Schadstoffe und Sonderabfälle bis hin zur Renovierung des alten Ölkellers sind förderfähige Kosten.

Des Weiteren gibt es für die Optimierung der Wärmeverteilung Geld. Wer eine Wärmepumpe installiert, kann die Flächenheizung in der Decke, auf dem Fußboden oder an der Wand in die Förderung einschließen – allerdings nur im Gebäudebestand. Der Grund ist, dass diese Maßnahme die Effizienz der Heizung verbessert. Unter diesem Aspekt wird der Austausch alter Heizkörper gegen Niedertemperatur-Heizkörper ebenfalls gefördert. Eingeschlossen sind auch alle Bauteile und Arbeiten für den hydraulischen Abgleich.

Auch Lüftungsanlagen werden gefördert

Lüftungsanlagen, auch kontrollierte Wohnraumlüftung genannt, tragen in Wohngebäuden erheblich zur Energieeinsparung bei. Sie tauschen verbrauchte Raumluft bedarfsgerecht gegen frische Außenluft aus, ohne die Fenster dafür öffnen zu müssen. Die zugeführte Außenluft wird durch die Abluft nahezu auf die Raumtemperatur erwärmt – oder im Sommer gekühlt – bevor sie in die Zimmer einströmt. Dieses als Wärmerückgewinnung bezeichnete Prinzip macht Lüftungsanlagen zu einer sinnvollen Maßnahme zur Effizienzsteigerung des Gebäudes. Deshalb wird der Einbau, der Austausch oder die Optimierung einer solchen Anlagentechnik mit einem Investitionszuschuss von maximal 20 Prozent gefördert.

Außer der Energieeinsparung steigern Lüftungsanlagen erheblich den Wohnkomfort. Mehr dazu hier.

Antragstellung der Bundesförderung für Einzelmaßnahmen

Wann, wie und wo ist der Antrag auf BEG-Förderung für Einzelmaßnahmen zu stellen? Hier erhalten Sie einen Überblick.

FAQ zur Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen (BEG EM)

Die Bundesförderung für effiziente Gebäude teilt die Aufgaben der Förderinstitutionen neu auf: Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bezuschusst einzelne Modernisierungen gemäß der Richtline BEG EM. Für umfangreiche Sanierungsprojekte zu einem Effizienzhaus und Neubauten nach der Richtline BEG WG ist die KfW-Bank zu ständig und gewährt dafür einen Förderkredit. Hier einige Antworten auf häufig gestellte Fragen zur BEG EM:

*Bitte beachten Sie, dass auf sämtliche Fördermittel kein Rechtsanspruch besteht. Der genannte maximale Förderbetrag vom Staat versteht sich inkl. 10% Förderung bei Austausch alter funktionierender Öl-, Gas-, Kohle- und Nachtspeicherheizungen sowie Gasheizungen (älter 20 Jahre – Ausnahme: Gas-Etagenheizung), wenn das Gebäude nicht mehr mit fossilen Brennstoffen im Gebäude oder gebäudenah beheizt wird sowie 5% Förderung bei Wechsel auf eine Wärmepumpe mit Wärmequelle Wasser, Abwasser oder Erdreich.